Geplatzte Übernahme
Rhön hofft auf Fusion mit Klinikbetreibern

Auch nach der gescheiterten Übernahme durch Fresenius glaubt Klinikbetreiber Rhön an eine Fusion mit Krankenhausketten – allerdings nicht in naher Zukunft. Jetzt müsse erst wieder Normalität einkehren.
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FrankfurtDer Klinikbetreiber Rhön glaubt auch nach dem gescheiterten Übernahmeversuch des Konkurrenten Fresenius an Zusammenschlüsse privater Krankenhausketten. „Die strategische Logik ist auch weiterhin gegeben“, sagte Rhön-Chef Wolfgang Pföhler der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). In naher Zukunft rechne er jedoch nicht damit: „Wir müssen erst wieder nach vorne blicken und Normalität einkehren lassen.“

Der Gesundheitskonzern Fresenius hatte am Montag die von beiden Unternehmen gewollte Übernahme von Rhön Klinikum aufgegeben. Ein erster Versuch war bereits im Juni gescheitert, weil der Klinikbetreiber Asklepios dazwischenfunkte: Er war überraschend mit gut fünf Prozent bei Rhön eingestiegen und hatte damit verhindert, dass Fresenius die zur Konzernintegration benötigten 90 Prozent der Rhön-Aktien einsammeln und sich zum noch mächtigeren Konkurrenten aufschwingen konnte.

Pföhler bekräftigte seine Einschätzung, dass Zusammenschlüsse die Kosten minderten und die Versorgungsqualität steigerten. „Mit dem entsprechenden Marktanteil können wir ein flächendeckendes Angebot in der ganzen Republik machen.“

Bei Rhön ist die Lage jedoch denkbar ungünstig, da nicht nur Asklepios seinen Fuß in der Tür hat: Auch der Konnkurrent B. Braun hält mehr als fünf Prozent, der Klinikbetreiber Sana und die hinter ihm stehenden Versicherungen sind Insidern zufolge ebenfalls an Rhön beteiligt. Pföhler erwartet jedoch keine Blockade der konkurrierenden Aktionäre. „Das operative Geschäft wird dadurch keinen Schaden nehmen“, sagte der Vorstandschef. Alle Beteiligten hätten denselben Anspruch, „bezahlbare Medizin für jedermann“ anzubieten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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