Geplatzter Verkauf
„GM ist für Opel besser als Magna“

Fünf Fragen an Willi Diez, Professor des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen, über die Gründe für den geplatzten Opel-Verkauf und die Zukunft für den angeschlagenen deutschen Autohersteller unter dem Dach von GM.
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Handelsblatt: Hat es Sie überrascht, dass GM jetzt Opel doch behält?

Willi Diez: Nein, weil ein großer Autokonzern wie GM auf allen großen Märkten vertreten sein muss.

Wenn das so klar war, warum dieses unsägliche Hin und Her?

Das waren vor allem finanzielle Gründe. Jetzt hat der Mutterkonzern offensichtlich wieder mehr finanziellen Spielraum.

Ist GM für Opel besser als Magna?

Ja, weil es deutlich mehr Synergien mit GM als mit Magna gibt. GM braucht Opel nicht nur strategisch, sondern vor allem auch technisch. Opels Bedeutung wird im Konzern steigen. Die Märkte USA und Europa bewegen sich beim Thema Verbrauchsreduzierung aufeinander zu. Und da hat Opel mit kleineren sparsamen Fahrzeugen die Kompetenz.

Was hat Opel zu erwarten?

GM wird wohl nicht mehr der weltgrößte Autokonzern werden, aber die starke Stellung von GM im Wachstumsmarkt China ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, von dem auch Opel profitieren wird.

Verstehen Sie die Ängste der deutschen Beschäftigten?

Ja, das ein oder andere Werk wird vermutlich geschlossen. GM wird da relativ kühl entscheiden. Eine privilegierte Position der deutschen Werke wie bei der Magna-Lösung wird es nicht mehr geben.

Martin-Werner Buchenau
Martin-W. Buchenau
Handelsblatt / Korrespondent

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