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27.08.2007 
Aktionäre scheitern

Gericht gibt Arcelor Mittal Recht

Die Minderheitsaktionäre vor Arcelor und Mittal haben eine herbe Niederlage einstecken müssen. Ein niederländisches Gericht hat dem Stahlgiganten Arcelor Mittal im Streit mit seinen Anteilseignern Recht gegeben. Noch geben die Aktionäre sich aber nicht geschlagen, denn eine weitere Klage steht noch aus.

Die Minderheitsaktionäre fühlen sich übervorteilt. Foto: ArchivLupe

Die Minderheitsaktionäre fühlen sich übervorteilt. Foto: Archiv

HB AMSTERDAM. Das Stahlunternehmen Mittal könne den Zusammenschluss mit Arcelor wie geplant abschließen, entschied das Gericht in Rotterdam am Montag. Die Kläger hätten nicht nachweisen können, dass die Fusion für sie negative Auswirkungen gehabt habe. Die Aktionäre haben eine ähnlich Klage auch vor einem Gericht in Paris eingereicht.

Die Minderheitsaktionäre argumentieren, sie seien hinters Licht geführt worden, da ihnen bei der Fusionsentscheidung im vergangenen Jahr noch ein Tausch von elf Arcelor-Mittal-Aktien für sieben Arcelor-Titel in Aussicht gestellt worden sei. Nun sollen sie drei Anteilscheine weniger erhalten. Die Gruppe hält sechs Prozent an Arcelor, Mittal Steel die übrigen 94 Prozent.

Die luxemburgische Arcelor-Gruppe hatte im vergangenen Jahr nach langer Abwehrschlacht dem Werben Mittals nachgegeben. Der Konzern des indischen Stahlbarons Lakshmi Mittal zahlte 26 Mrd. Euro und ist damit eindeutiger Weltmarktführer. Der Zusammenschluss zu Arcelor Mittal soll bis zum Ende des Jahres endgültig abgeschlossen sein.

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