Gericht prüft Vorgänge
Womöglich Insider-Geschäfte im Fall Eon Endesa

Ein Gericht in Barcelona prüft, ob Insider-Informationen vor dem Übernahme-Angebot des deutschen Versorgers Eon für die spanische Endesa für gesetzwidrige Geschäfte genutzt wurden.

HB MADRID. Gerichts-Dokumenten zufolge, die Reuters am Donnerstag einsehen konnte, hat der Eon-Rivale Gas Natural die Prüfung beantragt. In einer frühen Phase der Prüfung ist das Gericht einigen Argumenten von Gas Natural gefolgt. Ein Richter hat von Eon und Endesa sowie der Deutschen Bank eine Dokumentation der Vorgänge in der Zeit vor der offiziellen Vorlage der Übernahme-Offerte angefordert. Auch bei den Banken HSBC, Citigroup, JPMorgan und BNP Paribas, die ebenfalls zumindest zeitweise in den Übernahme-Kampf um Endesa einbezogen waren, wurden Informationen angefordert.

Gas Natural, Endesa und die Deutsche Bank lehnten zunächst einen Kommentar zu dem Vorgang ab. Bei Eon war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Eon will den größten spanischen Versorger Endesa für 37 Mrd. Euro kaufen und damit in die Weltspitze der Strom- und Gasversorger vorrücken. Gegen dieses Vorhaben leistet die spanische Regierung seit Monaten Widerstand. Sie hatte sich lange Zeit für eine Übernahme von Endesa durch die heimische Gas Natural ausgesprochen.

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