Gerichtsurteil: Weg zur Solarworld-Sanierung frei

Gerichtsurteil
Weg zur Solarworld-Sanierung frei

Die Sanierung des Energiekonzerns Solarworld steht kurz bevor. Ein Gericht gab jetzt die Freigabe zur finanziellen Restrukturierung. Der Sanierungsplan sieht auch eine private Beteiligung von Firmenchef Asbeck vor.
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KölnDas Kölner Oberlandesgericht hat der angeschlagenen Solarworld den Weg zur Sanierung geebnet. Trotz noch anhängiger Klagen habe das Gericht die Freigabe erteilt, die Beschlüsse der Haupt- und Gläubigerversammlung umzusetzen, teilte der Bonner Solarkonzern am Montag mit. „Die Beschlüsse werden jetzt ins Handelsregister eingetragen und vollzogen“, erklärte Finanzvorstand Philipp Koecke. Damit könne die finanzielle Restrukturierung des Unternehmens wie geplant im Februar über die Bühne gehen. „Damit wird die Solarworld AG wieder auf eine solide finanzielle Basis gestellt“, betonte Firmenchef Frank Asbeck.

Das Sanierungskonzept sieht im Wesentlichen einen Kapitalschnitt, die Ausgabe neuer Aktien sowie die Umwandlung von 55 Prozent der Altschulden in Aktien vor. Für eine Kapitalspritze wird die Qatar Solar sorgen und sich für 35 Millionen Euro mit rund 29 Prozent an Solarworld beteiligen. Asbeck will mit zehn Millionen aus der Privatschatulle seinen Anteil nach dem Schuldenschnitt wieder auf rund 20 Prozent aufstocken.

Gegen die Sanierungsbeschlüsse hatte es ursprünglich 19 Anfechtungsklagen gegeben. In einem Vergleich mit einem Teil der Kläger hatte sich Solarworld Mitte Dezember geeinigt. Demnach wurden Altaktionären mit mindestens 1000 Anteilsscheinen nun der Bezug neuer Aktien eingeräumt. Ursprünglich wären den Altaktionären nach dem Kapitalschnitt nur noch fünf Prozent geblieben und lediglich Asbeck und Qatar Solar hätten das Recht erhalten, bei der anschließenden Kapitalerhöhung zu zeichnen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gerichtsurteil: Weg zur Solarworld-Sanierung frei"

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  • Solarworld ist gerettet
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    Und Sonnenkönig Asbeck kauft sich das nächst Schloss. Natürlich bezahlt vom "Steuervieh".
    Solarworld ist ein "innovatives Unternehmen", welches auf "high tech" setzt. Und PV-Module sind nun mal "high-tech"!
    Selbst die Chinesen können sie nicht kopieren!


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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