Gerichtsverfahren
Schaeffler hält an Koerfer fest

Die Schaeffler-Gruppe hält an ihrem Berater Rolf Koerfer als künftigem Aufsichtsratsvorsitzenden von Conti fest. Das Unternehmen gehe davon aus, dass kein Interessenkonflikt vorliege, der dem entgegenstehe.

HB HERZOGENAURACH/HANNOVER., Das Landgericht Hannover hatte die Bestellung Rolf Koerfer, der am Freitag in das Kontrollgremium des Autozulieferers einziehen und den Vorsitz übernehmen sollte, vorerst auf Eis gelegt, nachdem ihm Aktionäre einen Interessenkonflikt vorgeworfen hatten.

Schaeffler erklärte, man wolle den Vorgang juristisch prüfen. Es sei aber eine vom Gesetz vorgesehene Praxis, dass Aktionäre oder ihre Berater in den Aufsichtsrat einziehen. Außerdem hätten sämtliche Aufsichtsräte der Continental AG vor wenigen Wochen die Bestellung Koerfers zum Aufsichtsrat sowie seine geplante Wahl zum Vorsitzenden des Gremiums mitgetragen. Letztlich werde ohnehin die Hauptversammlung über die Besetzung des Aufsichtsrats entscheiden, hieß es in der Mitteilung.

Die aktuellen Mitglieder des Conti-Aufsichtsrats sollen sich nun bis nächsten Dienstag (10. März) zu dem Fall äußern. Danach werde das Gericht entscheiden, ob tatsächlich ein Interessenkonflikt vorliegt.

Anlass für die Entscheidung des Gerichts war die Beschwerde von Christian Strenger. Der frühere Chef der Fondsgesellschaft DWS ist Mitglied der Kommission der Bundesregierung zur guten Unternehmensführung (Corporate Governance). Strenger sieht als Aktionär von Conti einen Interessenkonflikt in Koerfers Funktion, weil er die Interessen des Großaktionärs und nicht die von Continental vertrete.

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