Geringe Nachfrage nach Jetta und New Beetle
Absatzeinbruch bei VW Mexiko: Bis zu 2000 Entlassungen

Im mexikanischen Volkswagen-Werk droht wegen eines drastischen Absatzrückgangs die Entlassung von bis zu 2000 Mitarbeitern. Wie die Firmenleitung am Montag bestätigte, wird die Tagesproduktion von August an um 23 Prozent reduziert.

HB/dpa PUEBLA. Die Gewerkschaft will in dieser Woche mit den Arbeitern beraten, ob über neue Arbeitszeitmodelle die Entlassungen verhindert werden können. Derzeit zählt VW-Mexiko 13 770 Beschäftigte, darunter knapp 9900 gewerkschaftlich organisierte Arbeiter.

Den Angaben der Werksleitung zufolge liegt der Absatz der wichtigsten Modelle Jetta und New Beetle wegen der schwachen Nachfrage auf dem Hauptexportmarkt USA weit unter Plan. Insgesamt würden in diesem Jahr nur 285 000 Autos in Mexiko produziert, 40 000 weniger als voriges Jahr. Ursprünglich hatte VW-Mexiko nach zwei schwachen Jahren für 2003 wieder mit mit steigenden Produktionszahlen gerechnet.

Im Volkswagen-Werk in Puebla (rund 125 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt) werden der VW-Jetta für den gesamten amerikanischen Markt sowie der Käfer-Nachfolger New Beetle für den gesamten Weltmarkt gebaut. In kleinen Stückzahlen läuft auch noch der alte Käfer vom Band, doch soll dessen Fertigung Ende Juli endgültig eingestellt werden. Von 2005 an soll in Mexiko auch der dem Jetta baugleiche Bora für den Export nach Europa in die Produktpalette aufgenommen werden.

Im März 2002 wollte die Firmenleitung in Mexiko schon einmal wegen schlechter Absatzlage das in Deutschland bereits erprobte Arbeitszeitmodell vorgeschlagen, das aus einer Arbeitszeit- und Lohnkürzung besteht. Dies war damals von den mexikanischen VW- Arbeitern mit großer Mehrheit abgelehnt worden.

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