Geringe Nachfrage
Pfleiderer schließt Werk

Pfleiderer zieht schmerzhafte Konsequenzen aus der schwierigen Lage: Der Holzverarbeiter macht sein Werk im baden-württembergischen Gschwend dicht. Hauptgrund sei die in Folge der Rezession stark zurückgegangene Nachfrage nach Spanplatten.
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HB MÜNCHEN. Wegen großer Überkapazitäten sei eine Anpassung der Produktion erforderlich, sagte Westeuropa-Chef Michael Wolff. Die Schließung werde das Ergebnis im laufenden vierten Quartal mit gut neun Mio. Euro belasten. Pfleiderer kämpft trotz Konjunkturerholung weiter mit roten Zahlen. Vor allem die hohen Kosten für Rohstoffe machen dem Konzern zu schaffen. Einen Nettogewinn hat das Management erst für 2011 wieder in Aussicht gestellt.

In Gschwend, dem kleinsten der acht Pfleiderer-Werke in Deutschland, arbeiten noch 93 Mitarbeiter - wegen dauerhafter Unterauslastung seit 13 Monaten in Kurzarbeit. Gespräche mit dem Betriebsrat seien aufgenommen worden. Vermutlich laufe es auf Kündigungen samt einer Abfindung hinaus, sagte Wolff. Oder die Mitarbeiter könnten in eine noch zu gründende Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft übergehen.

Ein Verkauf des Werkes, das für knapp fünf Prozent der Produktion in Deutschland steht, sei derzeit unrealistisch, ergänzte Wolff. Dafür gebe es wegen massiver Überkapazitäten in der Branche „eigentlich keine Nachfrage“. Die anderen Standorte seien von der Entscheidung nicht betroffen.

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