Geringere Verluste
Opel-Mitarbeiter müssen weiter bangen

Opel hat im ersten Quartal weniger Verlust geschrieben als befürchtet. Europa bleibe jedoch eine Baustelle, sagte Konzernchef Dan Akerson. Kein gutes Signal für die Angestellten in Bochum.
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Detroit Opel kommt einfach nicht vom Fleck. Angesichts rückläufiger Verkäufe musste der US-Mutterkonzern General Motors in seinem Europageschäft auch im ersten Quartal einen herben Verlust verkraften. Das Minus lag operativ bei 256 Millionen Dollar oder umgerechnet 195 Millionen Euro. In den USA wächst der Druck auf GM, die Probleme in Übersee zu lösen.

„Europa bleibt eine Baustelle“, räumte Konzernchef Dan Akerson am Donnerstag in Detroit ein. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern hier noch einen kleinen Gewinn eingefahren, dann jedoch gingen die Verkäufe wegen der Schuldenkrise deutlich zurück und am Ende des Jahres stand ein Verlust von 747 Millionen Dollar. Es war der fünfte Jahresverlust in der Region in Folge.

Die Probleme werden umso offensichtlicher, als das Geschäft in anderen Teilen der Welt gut läuft. Gewinnbringer ist das heimatliche Nordamerika, wo die Arbeitslosigkeit stetig zurückgeht und sich viele Menschen einen neuen Wagen gönnen. Dadurch stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal um 4 Prozent auf 37,8 Milliarden Dollar.

Der Konzerngewinn indes fiel auf 1 Milliarde Dollar - gerade mal ein Drittel dessen, was GM im Vorjahreszeitraum verdient hatte. Dabei machten sich nicht nur die Probleme in Europa deutlich bemerkbar, wo GM zusätzlich zum operativen Verlust auch noch eine Abschreibung von 590 Millionen Dollar verkraften musste. Die Kluft war auch deshalb so groß, weil General Motors vor einem Jahr verbliebene Anteile an seinen ehemaligen Tochterfirmen Delphi (ein Autozulieferer) und Ally Financial (ein Autofinanzierer) versilbert hatte. Diese Einnahmen fehlten jetzt.

Weltweit stiegen die Verkäufe von GM in den ersten drei Monaten des Jahres um 3 Prozent auf annähernd 2,3 Millionen Autos. Zu den ganz wenigen Konzernmarken, die Rückgänge verkraften mussten, gehörten Opel und Vauxhall mit einem Minus von 14 Prozent auf 275 000 Stück. Dabei verlor das Duo im Problemmarkt Europa noch mehr an als Fahrt als die Konkurrenz. Der Anteil an den Gesamtverkäufen schrumpfte nach Angaben des europäischen Automobilverbands ACEA von 7,4 auf 6,7 Prozent.

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  • Danke schimmi für Deine Unterstützung. Die Presse hat halt die Macht einen Betrieb kaputt zu schreiben. Gibt dann ja auch wieder neue Schlagzeilen.
    Ein Opelaner

  • Was bei Opel passiert ist tragisch. Der Eigentümer hat seine komplette Ignoranz und Unfähigkeit im Europäischen Automarkt zu agieren schon bei Saab eindrucksvoll demonstriert, Opel ist auf dem gleichen Weg.
    Es gab eine Zeit da waren Hersteller wie Opel un VW auf Augenhöhe, selbst der Gutwilligste wird kaum behaupten dass das noch der Fall ist.
    Opel ist ein Massenhersteller (Saab konnte immerhin über lange Zeit vom Premium/Avantgarde Image profitieren), dem mit jedem Tag die Masse mehr abhanden kommt. Stückzahlen und Marktanteile sinken, man hat keine Produkte mit denen Premiumpreise und damit -margen zu erzielen sind, kann nicht weltweit agieren und hat damit auch keine Basis für eine Weiterentwicklung von Technologien.
    Es mag sein sein dass "Gut Ding Weile haben will". Die Entwicklung von Opel hat aber nichts mit "Gut Ding" zu tun, fürchte ich.

  • Wie soll Opel denn auf die Füsse kommen?
    Ständig Negativschlagzeilen!
    Ford macht auch Verluste und keinen kümmerts. Diese Meldung erscheint höchstens unter "weiteres". Wenn Opel Verluste macht wird's immer bis ins tausenstel ausdikutiert. Man könnte denken die Presse hat sich verschworen!
    Kopf hoch, Ihr Opelaner! Gut Ding will Weile haben!

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