Germania-Geschäftsführer Wolfgang Vieweg äußerte sich zurückhaltend
DBA sucht Partner in Deutschland

Die Billigfluggesellschaft DBA sucht in Deutschland einen Partner für eine Kooperation oder einen Zusammenschluss. Es gebe Gespräche mit der deutschen Germania Express (Gexx), sagte Firmeneigner Hans Rudolf Wöhrl der Tageszeitung „Die Welt“.

HB FRANKFURT. Ziel sei eine Verschmelzung beider Billigfluglinien. „Richtig ist, dass es Gespräche gibt, in der Branche aber jeder mit jedem redet“, sagte Vieweg am Montag.

Das von Wöhrl angesprochene Ziel einer Verschmelzung wollte der Germania-Geschäftsführer nicht kommentieren. Vieweg verwies auf die bereits bestehende Kooperation mit Air Berlin, der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft nach Lufthansa. Air Berlin hat drei Flugzeuge vom Germania-Flugdienst einschließlich Besatzung geleast. Im Gegenzug hat sich Gexx aus Strecken nach Zürich und Wien zurückgezogen.

Am besonders hart umkämpften deutschen Billigflugmarkt stehen die Anbieter seit Monaten unter Druck. Die niederländische Fluggesellschaft VBird, die vom nordrhein-westfälischen Flughafen Weeze (Kreis Kleve) aus startete, leitete kürzlich das Insolvenzverfahren ein. Die bislang noch defizitäre DBA mit Sitz in München hatte Textilunternehmer Wöhrl im vorigen Jahr von British Airways für den symbolischen Preis von einem Euro übernommen. Die damalige Mitgift von 71 Mill. Euro ist früheren Angaben Wöhrls zufolge etwa zur Hälfte aufgezehrt.

Im Geschäftsjahr 2003/2004 (zum 31. März) machte DBA einen operativen Verlust von 63 Mill. Euro. Im Laufe dieses Jahres will DBA laut Wöhrl erstmals die Gewinnzone erreichen.

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