Gesamtbetriebsrat
Bochum baut den Astra

Das Zittern der europäischen Opel-Arbeiter kann ein Ende haben. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrates will das Management der Opel-Mutter General Motors keine Standorte in Europa schließen. Für das Bochumer Werk gibt es demnach sogar noch ein Extrageschenk.

HB RÜSSELSHEIM/BRÜSSEL. Das Bochumer Opel-Werk wird die neue Generation des Modells Astra von 2010 an bauen. Das teilte der Gesamtbetriebsrat am Dienstag nach Verhandlungen mit dem Management der Opel-Mutter General Motors (GM) über die Zukunft der europäischen Werke mit. Das lange als gefährdet geltende Werk in Bochum sei damit gesichert.

„Wir haben unser oberstes Ziel erreicht: Werksschließungen zu vermeiden“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz der dpa. Allerdings fordere das Management deutliche Zugeständnisse.

So war befürchtet worden, dass die für 2009 oder 2010 geplanten Einführung des neuen Astra-Modells in den drei Montagewerken zum Verlust tausender Arbeitsplätze führen könnte. Nach Einschätzung des Betriebsrats wird die Produktivität der Werke durch neue Arbeitsabläufe um rund ein Drittel gesteigert. Dadurch könnte auf ein komplettes Werk verzichtet werden. GM-Europachef Carl-Peter Forster hatte dies vor zwei Wochen als Extremfall bezeichnet.

Die europäischen Betriebsräte von GM hatten am vergangenen Donnerstag ein Sparpaket von 288 Mill. Euro angeboten. Wie der Vorsitzende des Opel-Gesamtbetriebsrats, Klaus Franz, erklärte, gehören dazu geringere Lohnzuwächse für die Arbeitnehmer, eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie Einschnitte bei sozialen Leistungen. Das GM-Management hatte im Zuge des Modellwechsels offenbar Einsparungen von 450 Mill. Euro angestrebt.

Die neue Generation des Kompaktwagens Astra werde ab 2010 in Bochum gebaut sowie in Gliwice (Polen), Ellesmere Port (England) und Trollhättan (Schweden). Das leer ausgehende belgische Astra-Werk in Antwerpen werde als Fertigungswerk weiter existieren und Modelle anderer GM-Töchter bauen. Über die Details der Astra-Produktion von derzeit rund einer halben Million Fahrzeugen pro Jahr werde bis Ende 2007 verhandelt.

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