Gesamtbetriebsratschef
BMW soll mit Mercedes kooperieren

Der Münchener Autohersteller BMW muss seine Zulieferer nach Auffassung von Gesamtbetriebsratschef Manfred Schoch stärker unter Druck setzen. Schoch wirbt für eine Kooperation mit Mercedes.

HB FRANKFURT. Die Beziehungen zu den Lieferanten müssten „neu definiert werden“, sagte er dem am Mittwoch erscheinenden Fachmagazin „Auto Motor und Sport“ laut einer Vorabmeldung. „Uns ist aufgefallen, dass viele Zulieferer, wie etwa Conti, Bosch, Magna oder ElringKlinger, bessere Renditen einfahren als wir.“ Nachdrücklich sprach Schoch sich für eine enge Kooperation bei der Fertigung von Komponenten mit dem Stuttgarter Rivalen Daimler aus. „Intern prüfen wir gerade viele Formen der Zusammenarbeit. Gerade bei Teilen, wie etwa Sitzgestellen, die der Kunde überhaupt nicht registriert, sind wir zu einer gemeinsamen Entwicklung und Produktion (...) verdammt“, sagte der Arbeitnehmervertreter. Mercedes hat jüngst positive Signale zu einer Zusammenarbeit mit BMW und mit anderen Herstellern – etwa bei Antrieben – gegeben.

BMW-Chef Norbert Reithofer will bei dem Münchener Konzern bis 2012 sechs Milliarden Euro einsparen, um die schwächelnden Renditen zu steigern. Dazu seien neue Modelle geplant, auf eine vierte Marke neben BMW, Mini und Rolls-Royce will sich Reithofer aber nicht einlassen. „Auto Motor und Sport“ zufolge plant BMW eine Flut neuer Varianten auf Basis der bestehenden Plattformen. „Norbert Reithofer hat nur fünf Prozent unserer Zukunftsstrategie bis 2020 verraten. Wir lassen uns noch nicht vom Wettbewerb in die Karten schauen“, sagte Schoch dazu. Bis 2012 will BMW 1,8 Millionen Autos im Jahr bauen, 2020 sollen es mehr als zwei Millionen werden. Die operative Umsatzrendite soll auf acht bis zehn Prozent geschraubt werden. Im ersten Halbjahr 2007 waren es gerade 5,5 Prozent.

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