Gesamtjahr war erfreulich
Volvo enttäuscht im vierten Quartal

dpa-afx GÖTEBORG. Der Nutzfahrzeugkonzern Volvo hat im vierten Quartal wegen hoher Kosten für neue Produkte und einer Sonderabschreibung überraschend einen Gewinnrückgang ausgewiesen. Im Gesamtjahr erzielten die Schweden aber dank der weltweit starken Nachfrage zweistellige Zuwachsraten bei Umsatz und Gewinn.

"Das Jahr war sehr erfreulich, mit einem starken und profitablen Wachstum", sagte Vorstandschef Leif Johansson am Freitag in Göteborg. Er rechne in den kommenden Quartalen weiter mit einer guten Auftragslage. Der Markt in Nordamerika entwickele sich stärker als erwartet, Europa werde 2006 die Erwartungen erfüllen. Das Unternehmen kündigte eine Erhöhung der Dividende für 2005 von 12,50 auf 16,75 Kronen an.

Im vierten Quartal schrumpfte der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,604 auf 4,143 Mrd. Kronen (445 Mill. Euro). Analysten hatten mit einem deutlichen Anstieg auf bis zu 5,15 Mrd. Kronen gerechnet. Die operative Marge ging zwischen Oktober und Dezember von 8,2 auf 6,5 Prozent zurück. Der Konzernüberschuss sank von 3,504 auf 2,994 Mrd. Kronen, das Ergebnis je Aktie dementsprechend um 13 Prozent auf 7,37 Kronen.

Den Quartalsumsatz verbesserte der Konzern dagegen stärker als vom Markt erwartet um 15 Prozent auf 65,287 Mrd. Euro. Analysten hatten nur 62,9 Mrd. Kronen vorhergesagt. Alle Sparten steigerten ihre Erlöse: Nutzfahrzeuge (10 Prozent), Busse (45 Prozent), Baumaschinen (30 Prozent), Penta/Marine (11 Prozent) und Luftfahrt (16 Prozent).

Belastet wurde das Quartalsergebnis durch den Totalverlust der Beteiligung am US-Busbauer Peach County. Die Beteiligung von 42,5 Prozent wurde mit 550 Mill. Kronen komplett abgeschrieben. Dies wurde aber ausgeglichen durch den Verkauf der Tochter Celero, der 430 Mill. Kronen einbrachte.

Im Geschäftsjahr 2005 steigerte Volvo den Umsatz um 14 Prozent auf 231,191 Mrd. Kronen; bereinigt um Sonder- und Währungseffekte betrug das Wachstum fünf Prozent. Das Vorsteuerergebnis kletterte von 13,859 auf 18,151 Mrd. Kronen. Der Überschuss legte um 32 Prozent auf 13,106 Mrd. Kronen und das Ergebnis je Aktie um 37 Prozent auf 32,21 Kronen zu. Die operative Marge betrug 7,9 (7,3) Prozent.

Im laufenden Jahr erwartet der Konzern auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt ein Branchenvolumen von 330 000 bis 340 000 LKW. In Europa könnten 270 000 Fahrzeuge abgesetzt werden. Hier werde es im ersten Halbjahr 2006 wegen der ab Oktober geltenden neuen Schadstoffregelungen zu Vorzieheffekten kommen.

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