Geschäft bleibt in französischer Hand
Thales kauft Satelliten-Sparte von Alcatel

Der französische Elektronikkonzern Thales übernimmt das Satelliten- und Sicherheitsgeschäft des Telekomausrüsters Alcatel. Im Gegenzug erhöht Alcatel seinen Anteil an Thales. Die beiden französischen Unternehmen legen damit den Grundstein für eine weitere Konsolidierung der europäischen Raumfahrt- und Rüstungsindustrie.

HB PARIS. Dieser Schritt sei völlig stimmig mit der Konzernstrategie und stärke das Unternehmen, sagte Thales-Chef Denis Ranque am Mittwoch. Thales habe das Ziel, Kern einer konsolidierten europäischen Rüstungs-, Raumfahrt- und Sicherheitsindustrie zu werden. „Die Gruppe ist in einer exzellenten Position, um weitere Diskussionen mit ihren europäischen Partnern zu führen.“

Damit schloss Thales weitere ähnliche Geschäfte nicht aus, ohne Namen zu nennen. Ranque habe dazu vom Vorstand das Mandat erhalten. Thales wies zugleich darauf hin, dass seine Partner Alcatel und die italienische Finmeccanica weiteren Verflechtungen zustimmen müssten.

Das europäische Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS hatte ebenfalls Interesse bekundet, seine Satelliten-Sparte für einen Anteil an Thales einzubringen. „Es hat offensichtlich Kontakte mit EADS gegeben“, sagte Ranque. „Diese Transaktion ist nicht feindlich gegen sie gerichtet. Im Gegenteil“, ergänzte der Thales-Chef, der ebenso sagte, dass er die Kooperation mit Finmeccanica ausbauen wolle. Ein EADS-Sprecher sagte, der Thales-Deal mit Alcatel habe keine Auswirkungen auf das eigene Geschäft.

Der französische Telekommunikationsausrüster Alcatel erhält für seine Satellitensparte mit einem Umsatz von zwei Mrd. Euro 673 Mill. Euro in bar und 26,67 Million Thales-Aktien, womit sich sein Anteil an dem Rüstungsunternehmen auf 21,6 von 9,5 Prozent erhöht. Größter Teilhaber bleibt jedoch der französische Staat mit 27,1 Prozent.

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