"Geschäft in Asien boomt"
Adidas erwartet Ende der "Baustelle" Amerika

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas-Salomon hat nach Aussage seines Vorstandschefs im vergangenen Jahr alle finanziellen Ziele erreicht oder sogar übertroffen.

HB HERZOGENAURACH. Auf dem schwierigen US-Markt erwartet das Unternehmen ein Wende. „Ich sehe Licht am Ende des Tunnels“, sagte Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur in Herzogenaurach. „Im zweiten Halbjahr 2004 werden wir erstmals wieder positive Umsätze mit Schuhen haben.“

Der Adidas-Umsatz in Nordamerika war auf Grund eines harten Preiskampfs in den ersten neun Monaten in Euro gerechnet um 16 Prozent gesunken. Währungsbereinigt stagnierte er. „Wir hatten mehr erwartet“, sagte Hainer. Er räumte ein, dass es nun schwierig werde, den bis 2005 angepeilten Marktanteil von 20 Prozent in den USA zu erreichen. Derzeit liegt dieser bei etwa elf Prozent. „Wir lassen das Ziel aber nicht aus den Augen“, sagte Hainer. „Wir haben mehr Potenzial.“

Für 2004 erwartet der Adidas-Chef ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent und eine Gewinnsteigerung um zehn Prozent. „Mit den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft wird das für uns ein spannendes Jahr.“ Die Marketingaktivitäten würden entsprechend erhöht. Bereits im Februar soll eine weltweite Markenkampagne anlaufen. „Sie wird das Dach für alle unsere Aktivitäten bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.“ Für dieses Fußball-Großereignis liefen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. In der Firmenzentrale in Herzogenaurach werden von Ende Januar an rund 100 Mitarbeiter in einem eigenen „House of Football“ zusammengezogen.

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