Geschäft mit Handelsmarken bereitet Schokoladenfirma Sorgen
Stollwerck schließt Produktionsstandort Köln

Der Schokoladenhersteller Stollwerck wird die Produktion am Standort Köln voraussichtlich per Ende März 2005 einstellen. Die Fertigung der betroffenen Produkte wird hauptsächlich von der Van Houten GmbH & Co. KG in Norderstedt übernommen. Das gab das Unternehmen in einer Ad-Hoc-Mitteilung am heutigen Freitag bekannt. Mit dem Gesamtbetriebsrat werde ein Interessenausgleich verhandelt.

HB KÖLN. Weiterhin wird Vorstandssprecher Richard Crux Ende Oktober 2004 den Vorstand der Gesellschaft auf eigenen Wunsch verlassen. Ab dem 1. November 2004 wird Herr Stefan von Klebelsberg in den Vorstand der Gesellschaft eintreten und dessen Vorsitz übernehmen.

Bereits im Vorfeld der gestrigen Verhandlungen mit dem Betriebsrat hatte das Unternehmen weitere Werksschließungen nicht ausgeschlossen. Seit Monaten durchforsten Beratungsfirmen wie McKinsey den Süßwarenhersteller nach Sparpotenzialen. Zwei Werke der Marke „Gubor“ schlossen schon im vorigen Jahr ihr Pforten, 300 Mitarbeiter verloren ihren Job. Die teuren Sozialpläne trieben Stollwerck noch weiter in die roten Zahlen – das Unternehmen verbuchte Ende 2003 einen Verlust von 36 Mill. Euro.

Die Lage des 1839 in Köln gegründeten Unternehmens ist prekär. Als der Schweizer Schokoladenkonzern Barry Callebaut 2002 das Unternehmen von dem legendären Fabrikanten Hans Imhoff übernahm, erwirtschaftete Stollwerk mit rund 2 500 Mitarbeitern einen Umsatz von 550 Mill. Euro und einen Fehlbetrag von 19,1 Mill. Euro. Der neue Eigentümer, der mehrheitlich von der Familie des ehemaligen Kaffeemagnaten Klaus J. Jacobs geführt wird, stellte 80 Mill. Schweizer Franken für die Sanierung bereit. Doch der Erfolg blieb aus. Für 2003 präsentierte Stollwerck-Chef Richard Crux nicht nur einen gestiegenen Verlust, sondern auch einen Umsatzrückgang auf 536 Mill. Euro.

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