Geschäft mit Robotern läuft gut
Maschinenbaukonzern IWKA in den schwarzen Zahlen

Dank des anhaltend guten Geschäfts mit Robotern und Schweißanlagen für die Autoindustrie hat der Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauer IWKA in den ersten neun Monaten deutlich mehr verdient. Für das laufende Jahr erwartet IWKA nun operativ einen leichten Gewinnanstieg.

HB KARLSRUHE.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe sich in den ersten drei Quartalen um gut 24 Prozent auf 41,8 Millionen Euro verbessert, teilte IWKA am Dienstag mit. Der Gewinn vor Steuern schnellte sogar um 60 Prozent nach oben, die erwartete höhere Steuerquote belastete aber den Überschuss. Von den vier Geschäftsbereichen schrieb erneut nur die Sparte Anlagentechnik schwarze Zahlen. Die im MDax notierte IWKA-Aktie gab am Vormittag 1,4 Prozent auf 16 Euro nach.

Der Konzernumsatz von IWKA kletterte bis Ende September um vier Prozent auf 1,59 Milliarden Euro, der Auftragseingang lag mit 1,78 Milliarden Euro 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Gesamtleistung erhöhte sich um knapp acht Prozent auf 1,75 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr plant der aus 100 einzelnen Unternehmen bestehende Konzern mit einem in etwa stagnierenden Umsatz. Ob die Orders das Niveau des Vorjahres wieder erreichen könnten, sei wegen der schwachen Konjunktur und der Währungsschwankungen noch ungewiss.

Zuversichtlicher als zuletzt ist IWKA nun für den operativen Gewinn: Das Ebit dürfte in diesem Jahr etwas höher ausfallen als die 2002 erwirtschafteten 73,4 (68,9) Millionen Euro, hieß es im Quartalsbericht. Auf dem Jahresüberschuss lasten hingegen nach dem Wegfall der Verrechnung von Verlusten der einzelnen Töchter deutlich höhere Steuern. Allein für die ersten neun Monate muss IWKA 9,9 Millionen Euro mehr Steuern zahlen, was den Gewinn auf 8,1 (8,8) Millionen Euro schrumpfen ließ.

Im dritten Quartal verbesserte sich das Ebit um 16 Prozent auf 12,8 Millionen Euro, der Konzernumsatz stieg um 6,1 Prozent auf 540 Millionen Euro. Der Ordereingang schrumpfte um 4,4 Prozent auf 529 Millionen Euro, der Auftragsbestand lag Ende September bei 1,27 Milliarden Euro. Geld verdient hat IWKA im bisherigen Jahresverlauf nur mit Anlagentechnik. Mit einem Ebit von 45,9 (33,7) Millionen Euro musste das Schweißroboter-Geschäft erneut die Verluste in der Prüf- und Montagetechnik (3,8 Millionen Euro), in der Prozess- (2,1 Millionen) sowie in der Verpackungstechnik (2,4 Millionen) ausgleichen. Im dritten Quartal schrieben die Produktionstechnik und die Prozesstechnik aber wieder schwarze Zahlen, während das Geschäft mit Verpackungsmaschinen weiter in der Verlustzone blieb. Dort habe sich der Preisdruck verschärft, hieß es.

Analysten fordern seit längerem eine Konzentration von IWKA auf das lukrative Geschäft mit der Autoindustrie. Die Hoffnung darauf hatte kürzlich der Einstieg des US-Finanzinvestors Guy Wyser-Pratte genährt, der bei anderen Investments auf ähnliche Schritte gedrängt hatte. Wyser-Pratte ist mit fünf Prozent neben einem britischen Fonds größter Aktionär von IWKA. Vorstandschef Hans Fahr hatte den Einstieg zwar begrüßt, zugleich aber betont, von seiner Strategie eines breit aufgestellten Unternehmens nicht abweichen zu wollen. Öffentliche Diskussionen über Verkäufe von Konzernteilen schadeten nur.

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