Geschäft mit Überwachungsanlagen boomt
Siemens profitiert von der Angst vor Terroranschlägen

Ob in der U-Bahn, auf dem Flughafen oder in der Fußgängerzone: Wer seine eigenen vier Wände verlässt, gerät immer öfter ins Visier von Überwachungskameras. Weil die Angst vor Terroranschlägen groß ist, legt der Markt für elektronische Sicherheitssysteme weltweit zwischen sechs und acht Prozent im Jahr zu.

MÜNCHEN. Experten schätzen, dass 2007 Anlagen für 52 Mrd. Euro installiert werden. Davon profitiert Siemens: Für den Münchener Technologiekonzern ist es eines der am schnellsten wachsenden Geschäftsfelder. Im letzten Geschäftsjahr (30.9.) legte der Umsatz des Unternehmens mit diesen Systemen um mehr als ein Fünftel auf eine Mrd. Euro zu. So soll es auch in Zukunft weitergehen: „Wir wollen wie schon in den vergangenen Jahren deutlich stärker wachsen als der Markt“, sagte Heinrich Hiesinger, Chef von Siemens Building Technologies (SBT), dem Handelsblatt.

In diesem Bereich hat Siemens einen großen Teil seines Geschäfts mit der elektronischen Sicherheit gebündelt. Dazu zählen nicht nur Überwachungskameras, sondern auch biometrische Erkennungsanlagen und Einbruchmelder. So stammen etwa die Videoüberwachung und die Zutrittskontrolle in der Münchener Allianz Arena von SBT.

Der Bereich war in den vergangenen Jahren eines der Sorgenkinder von Siemens. SBT stand zwar nie so schlecht da wie etwa die Kommunikationssparte des Konzerns oder der IT-Dienstleister SBS, die zum Teil tief rote Zahlen geschrieben haben. Doch die Ergebnisse waren meist mager. Nach einigen Umstrukturierungen hat SBT inzwischen fast die von Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geforderte Umsatzrendite erreicht. Zuletzt lag die Marge bei 5,9 Prozent, das bis Ende März zu erreichende Ziel sind sieben Prozent. Offenbar ist SBT auf dem Weg, dies zu schaffen. Hiesinger: „Für das laufende Quartal bin ich zuversichtlich.“ Neben den Sicherheitssystemen verkauft SBT Brandschutzlösungen sowie Geräte für die Gebäudeautomation, etwa für Heizung und Lüftung. Der letzte Jahresumsatz lag bei 4,8 Mrd. Euro, ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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