Geschäfte im Schlussquartal laufen gut
Carl Zeiss Meditec bleibt auf Wachstumskurs

Der auf Augenheilkunde spezialisierte Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres von Zukäufen und neuen Produkten profitiert. Umsatz und ergebnis wurden deutlich gesteigert. An der Börse bleibt weiter die Aufnahme in den TecDax das Ziel des Unternehmens.

HB FRANKFURT. „Wir wollen das profitable Wachstum weiter fortsetzen“, sagte Vorstandssprecher Ulrich Krauss am Freitag. Das für das Geschäftsjahr (Ende September) ausgegebene Umsatzziel von mehr als 300 Mill. € werde erreicht. Die Umsatzrendite solle mindestens auf Vorjahreshöhe von 11,2 % liegen.

Die Tochter des Opto-Elektronikkonzerns Carl Zeiss steigerte in den ersten drei Quartalen ihren Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um ein Drittel auf rund 25 Mill. €. Der Umsatz nahm binnen Jahresfrist in gleicher Höhe auf 222 Mill. € zu. Der Überschuss wuchs um 31 % auf zwölf Mill. €.

Etwa drei Viertel seines Umsatzes erzielt Carl Zeiss Meditec mit Diagnosesystemen für Augenerkrankungen. Zweitgrößter Bereich sind Laser und Implantate, so genannte Intraokularlinsen zur Behandlung des Grauen Star. Hier hatte das Unternehmen in diesem Jahr den französischen Augenchirurgie-Spezialisten IOLTECH übernommen. „Insgesamt geht es uns nun darum, das neue Geschäft mit Intraokularlinsen zu integrieren“, sagte Krauss.

Die Geschäfte im Schlussquartal 2004/05 liefen gut, die Nachfrage sei weiterhin hoch, sagte der Manager. „Wir bereiten uns schon auf das nächste Geschäftsjahr vor und planen, im ersten Quartal zwei neue Produkte einzuführen“, ergänzte er. Das Unternehmen ist stark auf das Ausland ausgerichtet: 40 % des Umsatzes werden in Amerika erzielt, 29 % in Asien, 31 % in Europa.

Carl Zeiss Meditec strebt an der Börse weiterhin den Aufstieg in den Technologieindex TecDax an. „Im Verlaufe des Jahres 2006 sollten wir mit einer extrem hohen Wahrscheinlichkeit sämtliche Kriterien für eine Aufnahme erfüllen“, sagte Finanzchef Bernd Hirsch. Die Aktie müsse aber im Handel noch liquider werden, also breiter bei Investoren gestreut sein. Durch die unlängst vollzogene Kapitalerhöhung sei bereits ein Schritt in diese Richtung getan. Die Muttergesellschaft Carl Zeiss AG hatte keine Aktien gezeichnet, wodurch der Streubesitz mittlerweile bei 35 (zuvor: 28) Prozent liegt. 65 % der Anteile hält der Mutterkonzern.

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