Geschäfte laufen unbeirrt weiter
Boom im Maschinenbau hält an

Keine Spur von Sommerflaute bei den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern: Der Boom ging auch im August weiter, der Auftragseingang legte gegenüber dem Vorjahr um satte 21 Prozent zu. Viele Unternehmen arbeiten bereits am Limit.

HB FRANKFURT. Die starke Inlandsnachfrage sorgt für einen anhaltenden Boom im deutschen Maschinenbau. Der Auftragseingang lag im August um 21 Prozent über dem Vorjahresstand, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Aus dem Inland kamen 23 Prozent mehr Bestellungen, aus dem Ausland gingen 20 Prozent mehr Orders ein als ein Jahr zuvor. „Das Sommerloch ist ausgeblieben“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. „Beim Inlands- wie auch im Auslandsgeschäft liefen die Geschäfte nahezu unbeirrt weiter.“

Die größere Wachstumsdynamik gibt es bei der Inlandsnachfrage. Von Januar bis August stiegen die Aufträge aus dem Inland um 20 Prozent. Die Bestellungen aus dem Ausland lagen mit 15 Prozent etwas darunter, bewegten sich aber weiter auf hohem Niveau. Die Ausfuhren legten von Januar bis Juli um 8,8 Prozent zu. „Das Inland hat das Staffelholz vom Ausland übergeben bekommen“, meinte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Für dieses Jahr rechnet die deutsche Schlüsselbranche mit einem Produktionsplus von fünf Prozent auf einen neuen Rekordwert von 155 Milliarden Euro. 2007 werden wegen der Eintrübung der Weltkonjunktur zwei Prozent Plus erwartet.

Die Kapazitätsauslastung hat zur Jahresmitte 91 Prozent erreicht. Einen solche hohen Wert hat es nach Angaben des Verbandes zuletzt im Juni 1990 gegeben. Viele Unternehmen würden schon fast am Limit arbeiten. 31 von 41 Sparten verzeichneten im August steigende Auftragseingänge. Besonders gefragt sind nach wie vor Anlagen für die Förderung von Rohöl und Rohstoffen. Zudem sei die Nachfrage nach Maschinen „made in Germany“ in Osteuropa, Indien und China weiterhin hoch.

Der Maschinenbau gilt als eine der Paradedisziplinen der deutschen Wirtschaft und trägt maßgeblich zum Status von Deutschland als „Exportweltmeister“ bei. Zahlreiche der meist mittelständischen Hersteller sind Weltmarktführer in ihrem Segment.

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