Geschäftsaussichten
Volkswagen bestätigt Gewinnprognose für 2008

Volkswagen hält trotz der enorm gestiegenen Rohstoffkosten und des Preisschocks an den Tankstellen an seiner Geschäftsprognose für 2008 fest.

HB WOLFSBURG. "Wir stehen nach wie vor zu dem, was wir gesagt haben", betonte Konzernchef Martin Winterkorn am Donnerstag in Wolfsburg. Der Autobauer will im Gesamtjahr die Vorjahreswerte bei Auslieferungen, Umsatz und operativem Gewinn übertreffen.

Winterkorn zeigte sich allerdings skeptisch über die Entwicklung auf wichtigen Automobilmärkten im zweiten Halbjahr. Kritisch sei die Lage vor allem in den USA, Spanien und Italien. In Großbritannien bröckele der Markt, Deutschland sei "alles andere als beruhigend".

Angesichts der hohen Spritpreise und der nachlassenden Konjunktur waren die Verkaufszahlen fast aller Autobauer in Europa im Juni geschrumpft. Auf dem weltgrößten Automarkt USA zeichnet sich für dieses Jahr ein deutlicher Verkaufsrückgang ab. Analysten halten es für möglich, dass auch die Nachfragen in Asien nachlässt.

Für Volkswagen rechnet Winterkorn weltweit indes mit weiter steigenden Auslieferungen. "Ich erwarte mir eine kleine Sonderkonjunktur." Der Konzernchef begründete seinen Optimismus mit neuen Modellen und sparsamen Motoren, die die Wolfsburger im Angebot haben.

Mit Blick auf die hohen Stahlpreise schloss Winterkorn Preiserhöhungen nicht aus. "Wenn das so weitergeht, wird die Automobilindustrie irgendwann auch über Preiserhöhungen nachdenken müssen."

Den von der stahlverarbeitenden Industrie an die Stahlkonzerne gerichteten Appell, bei der Preisgestaltung Maß zu halten, gibt Winterkorn wenig Aussicht auf Erfolg. "Die einzige Sprache, die diese Leute verstehen, ist der Wettbewerb", sagte er.

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