Geschäftsbelebung für 2004 erwartet: Elektrobranche mit leichter Verbesserung

Geschäftsbelebung für 2004 erwartet
Elektrobranche mit leichter Verbesserung

Nach Einschätzung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hat sich die Elektrobranche zwar leicht erholt, doch werde das mögliche Umsatzplus nicht ausreichen, den Abbau der im Raum stehenden 10. 000 Arbeitsplätze zu stoppen.

HB FRANKFURT. Ein Umsatzwachstum von 2 %, dieses stellte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am Mittwoch in Frankfurt in Aussicht. Damit werde sich die Lage der deutschen Elektrobranche im laufenden Jahr leicht verbessern, hieß es. Nach Einschätzung des Verbandes stütze sich die leichte Erholung in erster Linie auf ein wachsendes Exportgeschäft.

„Dieses Wachstum wird wieder überwiegend von den Exportmärkten kommen, wo ein Zuwachs von 4 % im Vergleich zu einem leichten Plus von einem Prozent im Inlandsgeschäft zu erwarten ist“, kommentierte ZVEI-Präsident Dietmar Harting den Branchenausblick. Die verhaltene Prognose sei unter anderem von der Entwicklung der Wechselkurse und der Rohstoffpreise abhängig.

Das erwartete Umsatzplus werde aber nicht ausreichen, den Abbau von Arbeitsplätzen zu stoppen, äußerte sich Harting weiter. Im laufenden Jahr rechnet die nach eigenen Angaben zweitgrößte Industriebranche Deutschlands mit einem Verlust von bis zu weiteren 10 000 Arbeitsplätzen. Bereits 2003 sei die Zahl der Beschäftigten um 3 % auf 819 000 gesunken. Die Stimmung in der Branche sei nach wie vor eher verhalten.

Im vergangenen Jahr hatten die Branchenerlöse mit 154,9 Mrd. Euro angesichts der flauen Konjunktur stagniert. Lediglich die Exporte nach Mittel- und Osteuropa sowie nach Asien stützten das Geschäft, während zugleich die Einfuhren aus diesen Regionen zulegten. Der Export in die USA war wegen des starken Euro indes rückläufig. Belastend wirkten zudem niedrigere Preise. Besonders bei der Kommunikations- und Datentechnik sowie bei Bauelementen seien die Preise durch den Wettbewerb erheblich zurückgegangen. Der Trend zur Auslagerung von Teilen der Produktion ins Ausland halte an, teilte der ZVEI mit. Die Branche beschäftige mittlerweile 440 000 Mitarbeiter im Ausland.

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