Geschäftsjahr 2004/2005
Imperial Tobacco verdient gut an Glimmstengeln

Der britische Tabakkonzern Imperial Tobacco hat im Geschäftsjahr 2004/2005, das Ende September endete, dank Einsparungen und besseren Verkäufen seinen Gewinn merklich gesteigert. In Deutschland lief es besonders gut.

HB LONDON. Der Vorsteuergewinn vor Sonderposten sei um 11 Prozent auf 1,12 Milliarden britische Pfund (1,64 Milliarden Euro) geklettert, teilte das Unternehmen am Dienstag in London mit. Mit dem Ergebnis traf die Gesellschaft die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 3,15 Milliarden Pfund. Dabei konnte ein Anstieg des Zigarettenabsatzes im zweiten Halbjahr den Rückgang in den ersten sechs Monaten wettmachen.

Das Unternehmen, das in Deutschland die Zigarettenmarken Davidoff und West vertreibt, teilte am Dienstag in London zudem mit, weitere Zukäufe anzustreben und an seinem Aktienrückkaufprogramm festzuhalten.

Die Aktionäre sollen von der Entwicklung in Form einer höheren Dividende profitieren. Imperial Tobacco kündigte eine Anhebung der Ausschüttung um 12 Prozent auf 56 Pence pro Aktie an. Der Aktien-Kurs des Konzerns ist in diesem Jahr um mehr als zwölf Prozent gestiegen. Seine Marktkapitalisierung lag am Montag bei 11,5 Milliarden Pfund.

In Deutschland hat Imperial Tobacco seinen operativen Gewinn sogar um 24 Prozent gesteigert. Die Tochtergesellschaft Reemtsma habe in einem schwierigen Marktumfeld ihren Marktanteil von 18,9 auf 19,4 Prozent ausgebaut, teilte die Imperial Tobacco Group am Dienstag in Bristol mit. Nach mehreren Steuererhöhungen hat der deutsche Zigarettenmarkt den Rückwärtsgang eingelegt und ist von früher 140 auf weniger als 100 Milliarden Zigaretten geschrumpft.

Reemtsma konnte mehr Tabakspezialitäten verkaufen und die Effizienz in Produktion und Vertrieb steigern. Besonders stark habe sich die Marke „JPS“ entwickelt, die bereits 2,7 Prozent des Marktes erobern konnte. Die Reemtsma-Marke „West“ behauptete mit einem Marktanteil von 8,5 Prozent ihre Position als zweitgrößte Zigarettenmarke in Deutschland hinter der „Marlboro“ von Philip Morris.

Im Hinblick auf eine bevorstehende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes über die Besteuerung so genannter Sticks forderte Konzernchef Gareth Davis längere Übergangsfristen, falls die Steuersätze an Fabrikzigaretten angeglichen werden sollten. Andernfalls wären rund 300 Arbeitsplätze in der Reemtsma-Fabrik in Lahr bedroht, die zugleich einen Großteil der deutschen Tabak-Produktion abnimmt

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