Geschäftszahlen
Alcoa überrascht mit Quartalsgewinn

Der führende US-Aluminiumkonzern Alcoa ist nach drei Verlustquartalen in Folge überraschend wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Unternehmen erklärte die besser als am Markt erwartet ausgefallenen Umsatz- und Gewinnzahlen im dritten Quartal mit den jüngsten Restrukturierungsmaßnahmen.

HB NEW YORK. Dank steigender Aluminiumpreise und Einsparungen konnte Alcoa nach drei Quartalsverlusten in Folge am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen Nettogewinn von 77 Mio. Dollar ausweisen. Vor einem Jahr hatte sich das Nettoergebnis noch auf 268 Mio. belaufen, im Vorquartal hat das Unternehmen allerdings einen Verlust von 454 Mio. Dollar verzeichnet. Die Alcoa-Aktie legte nachbörslich sechs Prozent zu.

Mit den Quartalszahlen übertraf das in Pittsburgh ansässige Unternehmen die Erwartungen von Analysten deutlich. Diese hatten mit einem Verlust je Aktie von neun Cent gerechnet, wohingegen Alcoa einen Gewinn je Aktie von acht Cent vorweisen konnte. "Das ist eine ganz schön große Verbesserung", sagte Analyst Brian Hicks von U.S. Global Investors. Es lägen Tag und Nacht zwischen der ersten Hälfte und dem ersten Quartal dieses Jahres und dem dritten Quartal.

Der frühere Vorstandsvorsitzende von Siemens und jetzige Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld begründete die positive Entwicklung des Konzerns mit der steigenden Nachfrage. Der Aluminiummarkt werde im zweiten Halbjahr im Vergleich zur ersten Jahreshälfte voraussichtlich um elf Prozent wachsen, sagte Kleinfeld dem Sender CNBC. Allerdings gebe es durch Währungseffekte und Energiepreise auch Gegenwind. Im Juli hatte der Alcoa-Chef bereits erklärt, es seien Anzeichen für eine Verbesserung der Nachfrage feststellbar. Die Weltwirtschaftskrise hatte nahezu alle Absatzmärkte des Konkurrenten von Branchenführer Rusal hart getroffen. Seit September 2008 leiden der Automobil-, Transport-, Flugzeugbau- und Bausektor unter einem enormen Auftragseinbruch.

"Die im ersten Halbjahr ergriffenen finanziellen und operativen Maßnahmen haben einen stark positiven Effekt auf unsere Liquiditätssituation und Profitabilität", begründete Kleinfeld die deutliche Steigerung im Vergleich zum zweiten Quartal. Die Entwicklung zeige, dass Alcoa dem wirtschaftlichen Sturm trotz ungünstiger Währungseinflüsse und negativer Effekte von den Energiemärkten erfolgreich begegne. Das Unternehmen verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sämtliche Sparziele für das Jahr 2009 bereits nach neun Monaten zum Teil weit übererfüllt worden seien. Der Konzern strich Zehntausende Stellen, verkaufte Sparten und drosselte wie die Wettbewerber die Produktion massiv.

Der Alcoa-Umsatz stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um neun Prozent auf 4,62 Mrd, gegenüber dem Vorjahresquartal sank er allerdings um ein Drittel. Dollar. Analysten hatten einen Erlös von 4,55 Mrd. Dollar prognostiziert. Im Vorjahreszeitraum hatte Alcoa 7,0 Mrd. Dollar erwirtschaftet.

Alcoa läutet traditionell die Berichtssaison in den USA ein. Am Markt waren die Zahlen mit großer Spannung erwartet worden, da sich Anleger von Alcoa Anzeichen für ein Erreichen der Talsohle und einen Wirtschaftsaufschwung erhofften. Am Donnerstag veröffentlichen Pepsico und Marriott ihre Quartalszahlen.

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