Geschmackstoff-Hersteller
Givaudan steigert Umsatz im ersten Halbjahr

Der Geschmackstoff-Hersteller Givaudan hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz gesteigert, aber wegen der Kosten und Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Zukauf von Quest einen geringeren Gewinn erwirtschaftet. Das Synergieziel für Quest erhöhte Givaudan.

dpa-afx VERNIER. Der Geschmackstoff-Hersteller Givaudan hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz gesteigert, aber wegen der Kosten und Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Zukauf von Quest einen geringeren Gewinn erwirtschaftet. Das Synergieziel für Quest erhöhte Givaudan. Der Konzern zeigte sich aber etwas vorsichtiger mit Blick auf das Jahr 2008, in dem es auch zu Umsatzrückgängen kommen könnte.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2007 sei der Konzernumsatz auf zwei Mrd. Schweizer Franken (VJ: 1,47 Mrd.) gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Dies entspreche einem Plus von 36 Prozent. Die Sparte Riechstoffe machte einen Umsatz von 909 (606) Mill. Franken, die Sparte Aromen einen von 1,1 Mrd. Franken (VJ 868 Mio). Der Proforma-Betriebsgewinn verzeichnete auf vergleichbarer Grundlage einen Anstieg auf 282 (248) Mill. Franken, was in einer verbesserten Betriebsmarge von 12,6 Prozent (11,6 Prozent) resultierte.

Beim Betriebsgewinn in aktuellen Zahlen gab es dagegen einen Rückgang auf 185 (313) Mill. Franken. Grund dafür sind einmalige Integrationskosten in Höhe von 100 Mill. und zusätzliche 84 Mill. Franken für Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Akquisition von Quest. Der Proforma-Nettogewinn ging auf 144 (180) Mill. Franken zurück, was einer Marge von 6,4 Prozent entspricht. Dieser Rückgang sei auf eine einmalige, nicht Cash wirksame Steuerberichtigung von 27 Mill. Franken im Jahr 2007 zurückzuführen, hieß es. Beim Nettogewinn in aktuellen Zahlen gab es einen Rückgang auf 86 (266) Mill. Franken.

Die Quest-Akquisition ist laut Givaudan auf Kurs. Nach vier Monaten mache die Integration gute Fortschritte. Ende Juni 2007 habe das Unternehmen alle wichtigen Meilensteine der Integration erfolgreich erreicht. Dank der Kenntnis über das übernommene Geschäft sowie des Planes für die Eingliederung sei man in der Lage, sein Synergieziel auf 200 Mill. Franken zu erhöhen. Dieses soll - wie bereits zuvor geplant - bis 2010 erreicht werden.

Beim Ausblick wurde Givaudan auf das kommende Jahr dagegen etwas vorsichtiger. Für das Gesamtjahr 2007 bleibe Givaudan zwar weiter zuversichtlich, das Marktwachstum zu übertreffen und die Proforma-Rentabilität zu verbessern, hieß es. Die Rationalisierungsaktivitäten, zusammen mit dem Schwerpunkt auf einer schnellen und effektiven Integration von Quest, können 2008 aber zu einem leichten Rückgang beim Umsatz führen, hieß es.

Givaudan gibt sich aber zuversichtlich, dass das erhöhte Ziel der Einsparungen von 200 Mill. Franken erreicht werden kann. Das Unternehmen befinde sich in einer günstigen Lage, um das Wachstum ab Anfang 2009 wieder über den Marktdurchschnitt hinaus zu verbessern und die Margen bis 2010 wieder auf das Niveau von vor der Akquisition zu steigern, so die Mitteilung.

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