Gesellschaften stehen zum Verkauf
IWKA kommt nicht aus roten Zahlen

Der Maschinen- und Anlagenbauer IWKA hat im ersten Halbjahr 2006 wegen hoher Abschreibungen erneut einen Verlust verbucht. Nur durch die Ausgliederung von weiteren Beteiligungen kann der Traditionskonzern einen kleinen operativen Gewinn vorweisen.

HB STUTTGART. IWKA teilte nach einer Aufsichtsratssitzung in Karlsruhe mit, im ersten Halbjahr werde ein „wesentlicher Fehlbetrag“ anfallen. Grund seien Wertberichtigungen in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro für zum Verkauf stehende Geschäftsteile, die den eigenen Renditeansprüchen nicht mehr genügten. Diese seien in den Bereich „Nicht fortzuführende Geschäfte“ ausgegliedert worden.

Mit den Gesellschaften, die IWKA weiterführt, sei ein operativer Gewinn von 2,9 Millionen Euro erzielt worden. Dies entspreche einem deutlichen Ergebniszuwachs auf vergleichbarer Basis zum Vorjahr, teilte IWKA mit. Die Anlaufkosten für den Betrieb eines Produktionswerkes von Daimler-Chrysler in den USA für den Jeep Wrangler seien darin berücksichtigt. Weitere Details zum Geschäftsverlauf sollen am 8. August bekannt gegeben werden.

Zum Verkauf stehen nun bei dem vor allem für die Automobilindustrie tätigen IWKA-Konzern vier Gesellschaften. Neben der bereits seit längerem vor der Abtrennung stehenden Boehringer Gruppe will sich der als Sanierer zu IWKA geholte Vorstandschef Wolfgang-Dietrich Hein nun auch noch von der Aro-Schweisszangen-Gruppe, der GSN Maschinen-Anlagen-Service und der Hassia-Redatron trennen.

Auch den Vorstand baut Hein nochmals um. Der seit 2004 im Vorstand sitzende Manager Dieter Schäfer werde das Gremium zum 31. August verlassen, teilte IWKA mit. Schäfer war bisher für die Verpackungstechnik zuständig. Diesen Geschäftsbereich wird Hein nun selbst in Personalunion mit dem Vorstandsvorsitz leiten und ihn mit Zukäufen zu einer tragfähigen Säule ausbauen. Aus den Sparten Automobil-, Roboter- und Verpackungstechnik soll ein Automatisierungskonzern geschmiedet werden.

Die Aktien von IWKA weiteten auf dem Frankfurter Parkett ihre Kursverluste aus. Die Titel notierten 6,2 Prozent tiefer bei 17,10 Euro. Den elektronischen Handel hatten die Papiere 1,9 Prozent im Minus bei 17,81 Euro beendet.

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