Gesenkte Absatzerwartung
Phaeton verkauft sich schlechter als erhofft

Beim Luxus-Modell Phaeton muss der Volkswagen-Konzern bescheidener werden. Statt der anvisierten knapp 10 000 Stück plant der Konzern jetzt für das Jahr 2004 nur noch einen Absatz von 3500 Stück. Das bestätigte Konzernchef Bernd Pischetsrieder in einem Interview.

HB DÜSSELDORF. Eine zuletzt in den Medien genannte VW-Zielmarke von 10 000 verkauften Phaetons habe Volkswagen jedoch nie kommuniziert, ergänzte Pischetsrieder. Allerdings hatten die Wolfsburger beim hiesigen Marktstart des Luxusmodells im Mai 2002 ein Verkaufsziel von insgesamt 20 000 Einheiten genannt - etwa die Hälfte davon sollte auf die USA entfallen. Inzwischen geht Pischetsrieder nur von 15 000 verkauften Modellen aus.

Volkswagen betrachtet den Phaeton trotz des schleppenden Verkaufs nicht als Misserfolg. Pischetsrieder hat wiederholt darauf hingewiesen, dass der Einstieg in das für Volkswagen neue Oberklassesegment mehrere Jahre dauern werde. Mit dem Phaeton will der Konzern, der ansonsten sein Geld vor allem mit Volumenfahrzeugen wie Golf und Passat verdient, seine gesamte Modellpalette aufwerten. Stilelemente, aber auch Module der Phaeton-Technik, werden im neuen Golf V sowie beim Geländewagen Touareg eingesetzt.

VW tritt mit dem Phaeton direkt gegen die in diesem Segment stärker beheimateten Konkurrenten Mercedes und BMW an. Bislang liegt die Luxuskarosse aus Dresdner VW-Produktion bei den Zulassungszahlen aber noch weit hinter den Modellen der deutschen Wettbewerber. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden in den ersten neun Monaten gerade mal 2342 Phaeton zugelassen, aber 8024 Modelle der S-Klasse von Mercedes und 5741 des 7er von BMW.

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