Gesetzesnovellierung sorgte für Unsicherheit
Schmack Biogas mit tiefroten Zahlen

Der Anlagenbauer Schmack Biogas hat im ersten Halbjahr seine Verluste deutlich ausgeweitet. Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast die Hälfte ein. Obwohl das Unternehmen einen optimistischen Ausblick gab, reagierte die Aktie mit einem Kursrutsch.

HB FRANKFURT. Schmack Biogas hat am Mittwochabend nach Börsenschluss eine Ausweitung des operativen Verlusts (Ebit) im ersten Halbjahr auf 25,8 von 10,7 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum bekanntgegeben. Der Umsatz brach auf 29,8 (55,8) Mill. Euro ein.

Der Biogasanlagenbauer begründete das mit der Zurückhaltung der Kunden wegen der Unsicherheit über die Novellierung des Erneuerbare Energie Gesetz (EEG), die mittlerweile von Bundestag und Bundesrat verabschiedet ist.

Zu schaffen machte dem Unternehmen auch, dass der Fonds HG Renewable Power Partners als Käufer von Biogasanlagen absprang. Nun muss Schmack Biogas neue Abnehmer finden. "Für mehrere Großprojekte laufen konkrete Verhandlungen", hieß es in der Mitteilung. Daher rechne das Unternehmen für das kommende Jahr mit "einer erheblich verbesserten Umsatz- und Ergebnissituation". Dazu sollen auch die gesunkenen Rohstoffpreise und ein Kostensenkungsprogramm beitragen. Hilfreich sei auch die Rechtsklarheit durch das neue EEG, das unter anderem die staatliche Förderung von Biogasanlagen regelt.

Die Börse zeigte sich weniger optimistisch: Die Aktien von Schmack Biogas reagierten mit einem Kursrutsch auf die höheren Verluste. Die im Prime Standard gelisteten Titel verloren am Donnerstag in der Spitze rund 20 Prozent auf 11,21 Euro.

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