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Gespräche beendet: Kooperation zwischen RWE und Gazprom geplatzt

Das geplante Joint-Venture des Essener Energiekonzerns mit Gazprom aus Russland ist geplatzt. Beide Parteien haben die Exklusivgespräche beendet. Man sei sich nicht über den Rahmen der Zusammenarbeit einig geworden.

Die RWE-Zentrale in Essen. Quelle: dpa
Die RWE-Zentrale in Essen. Quelle: dpa

EssenRWE -Chef Jürgen Großmann hat es nicht geschafft, sich mit dem russischen Gasriesen Gazprom einen finanzstarken Partner für anstehende Investitionen ins Boot zu holen. Nach monatelangen Verhandlungen erklärten beide Unternehmen die Gespräche über eine Kooperation beim Bau neuer Kraftwerke am Donnerstag für beendet.

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Der scheidende RWE-Chef wollte den unter Druck geratenen Energiekonzern durch eine Partnerschaft mit Gazprom wieder auf einen stabilen Kurs bringen. Denn nach dem Atomausstieg muss RWE in den Bau von neuen Gas- und Kohlekraftwerken investieren - zwölf Milliarden Euro sind für die Anlagen mit einer Leistung von mehr als 12.000 Megawatt vorgesehen. Bis Ende 2014 sollen sie ans Netz gehen.

Gazprom dagegen will sich nicht länger auf die Rolle des Gaslieferanten beschränken, sondern sucht nach Möglichkeiten, weitere Schritte der Wertschöpfungskette zu besetzen - etwa durch eigene Kraftwerke in Westeuropa und insbesondere in Deutschland. Dabei setzt der Konzern aber nicht nur auf RWE. Erst am Mittwoch unterzeichneten Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) ein Arbeitsprogramm für eine Kooperation mit dem russischen Energiekonzern. Inhalt der Vereinbarung sei eine „Kooperation bei der Stromerzeugung“, hieß es. Gazprom habe Interesse gezeigt, sich bei der „Bereitstellung von im Zuge der Energiewende benötigten Kraftwerkskapazitäten zu engagieren“, sagte ein bayerischer Regierungssprecher.

Mit Gazprom verhandelte Großmann darüber, wie bestehende oder neu zu errichtende Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, Großbritannien und den Benelux-Ländern in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht und so die Kosten geteilt werden könnten. „Wir haben sehr konstruktive Gespräche geführt. Bedauerlicherweise konnten wir uns dennoch nicht auf einen für beide Seiten tragfähigen Rahmen für eine Zusammenarbeit einigen“, erklärte Großmann nun. Die beiden Konzerne hatten im Juli exklusive Gespräche vereinbart. Die zunächst auf drei Monate angesetzten Verhandlungen wurden im Oktober bis zum Jahresende verlängert.

Mit dem Atomausstieg gehen RWE die bisherigen Gewinnbringer verloren. Der Versorger stellt sich auf sinkende Gewinne ein, der Aktienkurs schmilzt dahin und es drohen weitere Herabstufungen durch Ratingagenturen. Unter dem Druck der Schulden in Höhe von rund 30 Milliarden Euro treibt Großmann den Verkauf von Unternehmensteilen im Volumen von bis zu elf Milliarden Euro voran.

Jürgen Großmann Die besten Zitate des RWE-„Dinosauriers“

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RWE und Gazprom hatten im Juli diesen Jahres exklusive Gespräche über ein mögliches Joint Venture zum Bau und Betrieb von Kraftwerken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden aufgenommen. Doch die Verhandlungen verliefen zäh. Auch die verlängerte Frist, die am Jahresende ausläuft, dürfte nach Einschätzung aus Branchenkreisen noch einmal um mehrere Monate verlängert werden. Ende November hatten sich die Chefs des Essener Stromkonzerns und des russischen Gasriesen, Jürgen Großmann und Alexej Miller, in Moskau zu weiteren Verhandlungen getroffen - und keinen Durchbruch erzielt.

Großmann und Miller hatten im Sommer eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. In dieses soll RWE Gas- und Kohlekraftwerke in Deutschland, Großbritannien und der Benelux-Region einbringen. Zudem wollen die Unternehmen gemeinsam neue Kraftwerksprojekte angehen. Zunächst wollten die Partner innerhalb von drei Monaten zu einem Abschluss kommen, im Oktober wurde die Frist um drei Monate verlängert.

  • 22.12.2011, 16:33 UhrAnonymer Benutzer: Handelsblattleser

    Sie sind nicht alleine mit Ihrer Meinung.
    Unerträglich, wenn man nach dem dritten Absatz die selbe Information immer wieder in anderer Reihenfolge erhält. Vielleicht hätte der Verfasser den Redakteur darauf aufmerksam machen sollen, dass es sich nicht um einen Artikel sondern um drei Auswahlmöglichkeiten handelt.
    Einfach ein schlechter Schnellschuss!

  • 22.12.2011, 15:48 UhrNewsAlex

    Zu diesem Artikel gibt es in der Tat noch weitere relevante Informationen zu berichten. Die SZ hat z.B. schon über erwähnte Gesprächen, zwischen Bayern und Gazprom berichtet, die schon in einer Absichtserklärung gemündet hätten. Ebenfalls wird über eine Umstellung beim Sponsoring gemunkelt (http://www.aktuelle-schlagzeilen.de/tragt-der-fc-bayern-bald-gazprom-auf-der-brust/), die den FC Bayern betreffen könnte...

  • 22.12.2011, 15:38 UhrAnonymer Benutzer: Wanheimer

    Solch einen schlecht recherchierten Artikel bin ich vom HB nicht gewöhnt. Die Meldung mag ja neu sein, im gleichen Artikel aber die alten Nachrichten einfach anzuhängen, um mehr Zeilen zu erhalten ist schlechter Stil, zumal durch die Neuigkeit alles andere überholt ist.
    Zeitgleich gibt es Meldungen, wonach der Freistaat Bayern mit Gazprom eine Road-Map zum Energieausbau vereinbart hat, hierzu kein Wort in Ihrem Artikel!

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