Gespräche in Detroit mit potenziellen Käufern: Mitsubishi Motors will USA aufgeben

Gespräche in Detroit mit potenziellen Käufern
Mitsubishi Motors will USA aufgeben

Der Automobilbauer Mitsubishi Motors, Sorgenkind des japanischen Mitsubishi-Konzerns, will sich offenbar aus den USA zurückziehen. Hinter den Kulissen sucht der Autokonzern nach Informationen aus Unternehmenskreisen einen Käufer für die US-Sparte.

HB TOKIO. Demnach hatte der neue Firmenchef Osamu Masuko im Januar am Rande der Automobilmesse in Detroit mit potenziellen Käufern gesprochen. Dazu gehörten den Informationen zufolge der US-amerikanische Private-Equity-Investor Ripplewood sowie die österreichische Magna Steyr, Tochter des Automobilzulieferers Magna International. Bei den Gesprächen soll es um einzelne Anlagen und die in Kalifornien ansässige Verkaufsabteilung gegangen sein. Weder Mitsubishi noch die Private-Equity-Investoren wollten die Gespräche bestätigen.

Während Ripplewood offenbar kein Interesse an Mitsubishi Motors zeigte, prüfen die Österreicher den Informationen nach ein mögliches Investment. Magna Steyr montiert Fahrzeuge für Automobilbauer wie Daimler-Chrysler, BMW und Volkswagen und liebäugelt damit, mit diesem Geschäftsmodell auf den US-Markt zu expandieren. Allerdings bezeichnete der Chef von Magna International, Mark Hogan, die Idee der Österreicher im Gespräch mit dem Wall Street Journal als wenig aussichtsreich. Zwar bestätigte er, dass ein Treffen mit den Japanern zumindest arrangiert worden sei. Doch er hielt es für unwahrscheinlich, dass die Steyrer US-Anlagen von Mitsubishi Motors übernehmen werden. Ihr Geschäftsmodell ließe sich schwer auf den US-Markt ausweiten, da die dortigen Automobilbauer Überkapazitäten hätten.

Mitsubishi Motors wäre seit zehn Jahren der erste Automobilbauer, der sich vom US-Markt zurückzieht. In den späten 80er und frühen 90er Jahren hatten die Franzosen Peugeot-Citroen und Renault sowie der Japaner Daihatsu ihr dortiges Engagement aufgegeben.

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