Gespräche mit Renault
Autozulieferer Beru hofft auf neue Produkte

Der auf Diesel-Technologie spezialisierte Autozulieferer Beru hofft nach einem verhalteneren Wachstum im ersten Quartal auf Produkt-Neuanläufe im Herbst, um sein Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2003/04 zu erreichen.

Reuters LUDWIGSBURG. In den Monaten von April bis Juni sei der Konzernumsatz um 5,2 Prozent auf 69,4 Millionen Euro gestiegen, teilte Beru am Donnerstag in Ludwigsburg mit. Die Übernahme des französischen Zündkerzen-Geschäfts von Johnson Controls, Eyquem, und der Produktionsanlauf eines Diesel-Schnellstartsystems sowie von elektronischen Zusatzheizern, soll den Umsatz 2003/04 um bis zu 15 Prozent steigern. Zuletzt hatte der neue Vorstandschef Marco von Maltzan von einem Umsatzwachstum über 15 Prozent gesprochen. „Wir planen nach wie vor zehn Prozent organisches Wachstum, und dazu kommt noch Eyquem“, erläuterte ein Sprecher.

Beim Gewinn liegt Beru nach dem ersten Quartal auf Kurs. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um vier Prozent auf 10,4 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Das entspricht einer Ebit-Umsatzrendite von 15,0 Prozent, dem Wert, den Beru auch für das Gesamtjahr mindestens anpeilt. Eine höhere Steuerquote und geringere Erträge aus Aktienverkäufen ließen den Gewinn nach Steuern jedoch auf 7,0 (Vorjahr: 8,2) Millionen Euro schrumpfen.

Zuversichtlich stimmt Beru der Auftragseingang, der in den ersten drei Monaten um 8,2 Prozent auf 75 Millionen Euro stieg. Der Auftragsbestand lag Ende Juni mit 151,7 Millionen Euro sogar um elf Prozent über Vorjahr. Nach der Eyquem-Übernahme verhandle Beru derzeit mit dem französischen Autokonzern Renault über den Einbau der Diesel-Kaltstarttechnologie in ein neues Volumenmodell. Die Gespräche seien weit fortgeschritten.

Beru hält seine Umsatzrenditen seit Jahren auf einem für die Zulieferindustrie außerordentlich hohen Niveau. Das Unternehmen, das als Glühkerzen-Hersteller für Diesel-Fahrzeuge begonnen hat, profitiert von seiner Rolle als Nischenanbieter von innovativen Produkten. So wies das neu aufgebaute Geschäft mit Sensoren zur automatischen Kontrolle des Reifenluftdrucks im ersten Quartal die höchsten Wachstumsraten auf.

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