Gespräche mit Russen
Peugeot verhandelt über Verkauf der Logistiksparte

Die Logistiksparte ist derzeit eines der ertragreichsten Geschäftsfelder des kriselnden Autobauers Peugeot. Jetzt will der Konzern verkaufen, und so fast eine Milliarde Euro einnehmen.
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ParisMit dem Verkauf seiner ertragsstärksten Tochter will der krisengeschüttelte Peugeot -Konzern sein Finanzpolster aufbessern. Der französische Autobauer bestätigte am Donnerstag, mit der staatlichen russischen Bahngesellschaft exklusive Gespräche zu führen über den Verkauf von 75 Prozent an der Logistiktochter Gefco zum Preis von 800 Millionen Euro.

Stand der Verhandlungen sei, dass Gefco vor dem Verkauf noch eine Sonderdividende über 100 Millionen Euro an Peugeot ausschütten werde. Reuters hatte bereits am Dienstag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen erfahren, dass der russische Staatskonzern andere Interessenten ausgestochen hatte. Eine Einigung könne in den kommenden Wochen vorliegen.

Peugeot hat zu Beginn des Jahres stärkere Einsparungen und den Verkauf von Geschäftsteilen angekündigt. Die Logistiksparte Gefco transportiert Autos von Peugeot und anderen Herstellern von den Werken zu den Händlern. Anfang Juli übertrug die Opel-Muttergesellschaft General Motors einen Großteil ihrer Logistikaktivitäten in Europa auf die Sparte. Damit füllten GM und Peugeot ihre im Februar vereinbarte enge Zusammenarbeit zur Sanierung der Europageschäfte mit erstem Leben.

Peugeot teilte nun mit, dass die Zentrale von Gefco auch bei einem Verkauf an die russische Bahn in Frankreich bleiben werde. Auch das Management werde nicht angetastet. So solle Luc Nadal Präsident der Sparte bleiben. Der Verkauf müsste auch noch von den Wettbewerbshütern genehmigt werden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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