Gestiegene Importpreise belasten
Gewinneinbruch beim Verbundnetz Gas

Im vergangenen Jahr ist wegen gestiegener Importpreise der Gewinn beim größten ostdeutschen Gasversorger VNG um fast ein Viertel eingebrochen.

HB LEIPZIG. Der Jahresüberschuss habe bei 94 Mill. Euro gelegen, im Vorjahresvergleich ein Minus von 24 Prozent, teilte der Vorstandschef der Verbundnetz Gas AG (VNG), Klaus-Ewald Holst, am Donnerstag in Leipzig mit. „Wir konnten die Preissteigerungen nicht vollständig an unsere Kunden weitergeben.“ Der Umsatz kletterte um 15 Prozent auf den Rekordwert von 3,8 Mrd. Euro. Ursache seien fast ausschließlich Preiserhöhungen gewesen. Die VNG beliefert Unternehmen wie Stadtwerke oder regionale Energieversorger.

Der Absatz stieg 2005 um ein Prozent auf 163,1 Mrd. Kilowattstunden. Das operative Ergebnis (Ebit) brach dagegen um 28 Prozent auf 148 Mill. Euro ein. „Die Importkosten haben 2005 um mehr als 30 Prozent zugelegt“, sagte der kaufmännische Vorstand Gerhard Wolff. 2006 wolle der Gasversorger wieder auf das Niveau von 2004 zurückkehren, betonte er. Damals hatte die VNG einen Gewinn von 123 Mill. Euro ausgewiesen. Der gesamte Konzern hat 1076 Mitarbeiter (2004: 1012 Mitarbeiter).

Die Preise für Gas würden wegen der weltweit steigenden Nachfrage auch künftig weiter zulegen, hieß es. Bedarf hätten vor allem China und Indien, aber auch in Europa und Nordamerika nehme der Verbrauch zu. Die VNG will sich künftig vor allem auf die günstige Beschaffung von Gas konzentrieren. Knapp die Hälfte kommt derzeit aus Russland, je ein Viertel aus Norwegen und von deutschen Lieferanten. Zudem will sich das Unternehmen mit der Gründung einer Firma in Norwegen an der Ölförderung in dem Land beteiligen. Auch in Geothermieprojekte soll zunehmend investiert werden. Die anziehenden Gaspreise könnten regenerativen Energien einen deutlichen Schub ermöglichen, sagte Holst. Er rechne in Deutschland mit einem schrumpfendem Gasgeschäft.

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