Gestiegene Kosten für Stahl
Hausgerätehersteller von Bosch Siemens werden teurer

Schlechte Nachrichten für die Käufer von Kühlschränken, Waschmaschinen und Küchenherden. Europas größter Hausgerätehersteller Bosch Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) will die Preise für seine Produkte wegen steigender Rohstoffkosten erhöhen.

HB FRANKFURT. "Zum Herbst werden wir Preissteigerungen zwischen vier und sechs Prozent in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern im Markt durchsetzen müssen", kündigte Kurt-Ludwig Gutberlet am Mittwoch in einem Interview der "Stuttgarter Nachrichten" an.

"Hausgeräte sind sehr materialintensive Produkte. Wir spüren ganz massiv die Preiserhöhungen vor allem bei Stahl, aber auch bei Energie, weil unsere Transportkosten relativ hoch sind", begründete er den Schritt. BSH versuche, den Materialeinsatz zu reduzieren und an anderen Stellen zu sparen. "Aber kurzfristig reicht das nicht aus", fügte Gutberlet hinzu.

Die gemeinsame Tochter von Bosch und Siemens setzt vor allem auf stromsparende Geräte, um den Umsatz im Heimatmarkt anzukurbeln. Deutschland sei zwar kein Wachstumsmarkt, "aber im ersten Halbjahr läuft er positiv und ist innerhalb Westeuropas eher einer der besseren Märkte", sagte Gutberlet. Sorgen machten eher Spanien, Großbritannien und die USA, weil dort der Wohnungs- und Häuserbau drastisch zurückgehe - und damit auch der Verkauf von Geräten für neue Einbauküchen. Wachstumstreiber seien Osteuropa und China. Wegen der steigenden Nachfrage in diesen Regionen hatte BSH im vergangenen Jahr den Überschuss um elf Prozent auf 404 Mill. Euro und den Umsatz um sechs Prozent auf 8,8 Mrd. Euro gesteigert.

Die Verlagerung von Produktion aus Deutschland in andere Länder schloss der BSH-Chef aus. "Wir haben noch nie eine Produktion verlagert, haben aber neue Standorte im Ausland gegründet, weil dort neue Märkte entstehen", sagte er.

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