Gesundheitskonzern: Fresenius hat Milliarden-Gewinn fest im Blick

Gesundheitskonzern
Fresenius hat Milliarden-Gewinn fest im Blick

Der Gesundheitskonzern Fresenius peilt bis 2014 einen Milliarden-Gewinn an. Das vergangene Jahr ist für Fresenius gut gelaufen - und das soll auch in diesem Jahr so bleiben. Wachstumspotenziale sieht Firmenchef Ulf Schneider genug.
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Das stabile Krankenhaus- und Dialysegeschäft beschert dem Gesundheitskonzern Fresenius einen Rekord nach dem anderen. 2010 fuhr das Unternehmen aus dem hessischen Bad Homburg so viel Umsatz und Gewinn ein wie nie zuvor und ist auch für die kommenden Jahre optimistisch. "Wir sehen für die Zukunft erhebliche Wachstumspotenziale in allen Unternehmensbereichen von Fresenius", sagte Firmenchef Ulf Schneider am Mittwoch.

"Deswegen haben wir es uns zum Ziel gesetzt, im Jahr 2014 ein Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro zu erreichen." Für gute Stimmung sorgt bei Fresenius derzeit vor allem der 2008 übernommene US-Konzern APP, der auf Nachahmermedikamente spezialisiert ist. Die Tochter, die anfangs wegen der verzögerten Zulassung neuer Produkte in der Kritik stand, erhielt 2010 grünes Licht für die Markteinführung sieben neuer Produkte. Zudem profitierte APP von Pannen der Konkurrenz: So war der Konzern im abgelaufenen Jahr mehrere Monate alleiniger Anbieter des Narkosemittels Propofol, nachdem die Rivalen Hospira und Teva ihre Konkurrenz-Produkte wegen Qualitätsproblemen vom Markt nehmen mussten.

Angesichts der brummenden Geschäfte in den USA hatte Firmenchef Schneider die Ziele des Konzerns 2010 zweimal nach oben geschraubt. Am Ende stieg der Umsatz um 13 Prozent 16 Milliarden Euro, der bereinigte Gewinn um 28 Prozent auf 660 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Die Aktionäre sollen mit einer Dividende von 0,86 (Vorjahr: 0,75) Euro je Aktie am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden - damit hebt Fresenius die Ausschüttung zum achtzehnten Mal in Folge an.

Dank des stabilen Krankenhaus- und Dialysegeschäfts rechnet der Konzern 2011 mit einem währungsbereinigten Anstieg des Umsatzes von mindestens sieben Prozent. Das Konzernergebnis soll um acht bis zwölf Prozent zulegen. Auch bei der Tochter Fresenius Medical Care (FMC), die im vergangenen Jahr 57 Prozent der Konzernumsätze beisteuerte, geht das Unternehmen trotz einer grundlegenden Reform des wichtigen US-Markts von steigenden Gewinnen aus.

Die staatliche US-Krankenversicherung Medicare rechnet Dialysebehandlungen seit diesem Jahr pauschal ab. Experten befürchten, dass die Umstellung bei Blutwäscheanbietern 2011 zu Belastungen führen wird. FMC-Rivale DaVita hatte kürzlich erklärt, er rechne 2011 wegen der Umstellung mit einem stagnierenden oder leicht rückläufigen operativen Gewinn.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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