Gesundheitskonzern Fresenius Sturm startet mit Rekordgewinn

Gelungene Bilanzpremiere für Stephan Sturm: Bei Fresenius laufen die Geschäfte in der Dialysesparte und den Krankenhäusern rund. Der Gewinn kletterte 2016 auf den neuen Rekord von 1,59 Milliarden Euro.
Update: 22.02.2017 - 11:25 Uhr Kommentieren
In seiner ersten Bilanz als Vorstandschef des Dax-Konzerns legt der Manager einen Rekordgewinn vor. Quelle: AP
Stephan Sturm

In seiner ersten Bilanz als Vorstandschef des Dax-Konzerns legt der Manager einen Rekordgewinn vor.

(Foto: AP)

FrankfurtDer neue Fresenius-Chef Stephan Sturm setzt die Tradition seines Vorgängers Ulf Mark Schneider fort und meldet ein weiteres Rekordjahr: Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 konnte der Gesundheitskonzern aus Bad Homburg Umsatz und Gewinn steigern, und zwar zum 13. Mal in Folge.

Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss kletterte um zwölf Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 29,1 Milliarden Euro zu.

Dazu trugen alle vier Geschäftsbereiche bei: die ebenfalls im Dax notierte Dialysetochter Fresenius Medical Care, die Ernährungssparte Kabi, der Klinikkonzern Helios und die Dienstleistungstochter Vamed. „Auch unsere Aussichten sind glänzend und so wollen wir in den nächsten Jahren mit hohem Tempo weiter wachsen“, kündigte Sturm, der das Unternehmen seit Mitte 2016 führt, an. Der langjährige Finanzvorstand hatte die Nachfolge von Ulf Mark Schneider angetreten, der die Leitung des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé übernommen hat.

Im Januar dieses Jahres konnte Fresenius den milliardenschweren Kauf der spanischen Klinikkette Quironsalud abschließen. Der Zukauf wird den Umsatz der Bad Homburger in diesem Jahr um zusätzliche 2,5 Milliarden Euro erhöhen. Insgesamt plant Fresenius ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 15 und 17 Prozent. Das Konzernergebnis soll um 17 bis 20 Prozent zulegen.

So viel schütten die Dax-Unternehmen aus

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

+55,46 +0,45%
Chart von DAX ®
Dax
1 von 31

Die diesjährigen Hauptversammlungen der 30 Dax-Konzerne versprechen rekordhohe Ausschüttungen – insgesamt knapp 31 Milliarden Euro. Voraussichtlich 21 Konzerne erhöhen ihre Dividende.

Die Rendite im Dax liegt im Mittel seit dem Jahr 2004 bei gut drei Prozent. Sehen Sie die Einschätzung zur Dividende – sortiert nach der (geschätzten) Höhe der Dividendenrendite aller Firmen.

Mehr dazu lesen Sie auch in dieser ausführlichen Handelsblatt-Analyse.

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000PSM7770
Börse
L&S

-0,09 -0,27%
+31,44€
Chart von PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Pro Sieben Sat1
2 von 31

Pro Sieben Sat1: Die höchste Dividendenrendite gibt es direkt vom Dax-Aufsteiger 2016. Mit erwarteten 1,91 Euro je Aktie schüttet das Medienunternehmen damit 80 bis 90 Prozent des bereinigten Konzernüberschusses aus. Das ist für Dax-Unternehmen jedoch die absolute Ausnahme.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 1,80 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 1,91 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,9 Prozent

*geschätzt

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
L&S

-0,02 -0,03%
+72,29€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Daimler
3 von 31

Daimler: Der Automobilkonzern aus Stuttgart ist auch deswegen interessant, weil die Experten hier in diesem Jahr mit der höchsten Ausschüttungssumme rechnen – nämlich bis zu 3,5 Milliarden Euro.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 3,25 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 3,25 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,6 Prozent

*geschätzt

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
L&S

+0,69 +0,36%
+190,97€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz
4 von 31

Allianz: Der Versicherungskonzern aus München glänzt auch in diesem Jahr wieder mit einer stattlichen Dividendenrendite. In den letzten zwölf Monaten konnte der Kurs der Aktie um gut sechs Prozent zulegen.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 7,30 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 7,50 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,82 Prozent

*geschätzt

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
L&S

+0,47 +0,26%
+182,33€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Münchener Rück
5 von 31

Münchener Rück, ein Dividenaristokrat: Seit 1969 hat der Rückversicherer aus München seine Dividende nicht mehr gesenkt und pflegt damit die wohl längste Tradition im Dax. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass sich das im kommenden Jahr ändern wird.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 8,25 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 8,50 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,9 Prozent

*geschätzt

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

+0,21 +0,24%
+88,21€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BMW
6 von 31

BMW: Der Autobauer aus München darf für das abgelaufene Jahr wieder von einem Rekordgewinn ausgehen. Der Grund: Die teure 7er-Reihe verkaufte sich hervorragend. Der Konzern würde damit zum siebten Mal in Folge seine Ausschüttung erhöhen – wenn auch nur leicht.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 3,20 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 3,23 Euro
Dividendenrendite 2017*: 3,7 Prozent

*geschätzt

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

+0,03 +0,26%
+13,19€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Telekom
7 von 31

Deutsche Telekom: Die Aktie des Telekommunikationsunternehmens aus Bonn hat sich seit Anfang Dezember wieder erholt. Die Aktionäre können sich entscheiden, ob sie die Dividende ausgezahlt oder als neues Aktienpaket bekommen wollen. Im vergangenen Jahr wollten 41 Prozent der Anleger neue Aktien.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 0,55 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 0,60 Euro
Dividendenrendite 2017*: 3,7 Prozent

*geschätzt

Auch ehrgeizige Mittelfristziele formulierte der Sturm anlässlich der Präsentation seiner ersten Bilanz als Vorstandschef des Dax-Konzerns: Bis 2020 will Fresenius seinen Umsatz von zuletzt 29,5 Milliarden Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro steigern. Das Konzernergebnis soll bis dahin auf 2,4 bis 2,7 Milliarden Euro klettern.

Die Aktionäre dürfen sich deshalb auf die 24. Dividendenerhöhung in Folge freuen: Sie sollen 0,62 Euro je Aktie erhalten nach 0,55 Euro vor Jahresfrist.

Auch FMC baut Gewinn kräftig aus
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