Gesundheitskonzern
Fresenius wird Rhön-Angebot nicht ändern

Zuletzt ist Fresenius bei seinem Übernahmeangebot für den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum gut vorangekommen. Eine Änderung der Offerte schloss der Chef des Gesundheitskonzern nun rund eine Woche vor Fristablauf aus.
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FrankfurtGut eine Woche vor Ablauf der Annahmefrist schließt der Gesundheitskonzern Fresenius Änderungen am Übernahmeangebot für den Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum aus. "In Anbetracht der hohen Bewertung ergibt die Transaktion für uns nur dann einen Sinn, wenn wir zügig mit der geplanten Integration voranschreiten können", sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in einer schriftlichen Erklärung. "Daher werden wir die Mindestannahmeschwelle nicht absenken."

Die Übernahme im Volumen von 3,1 Milliarden Euro gelingt nur, wenn Fresenius bis zum 27. Juni abends 90 Prozent der Rhön-Anteile plus eine Aktie einsammeln kann. Bislang ist der Rücklauf - wie oft bei solchen Übernahmeprozessen - eher zögerlich. Die Hürde hat Schneider gesetzt, da sie in der Rhön-Satzung für wichtige Entscheidung vorgesehen ist. Das Erreichen dieser Schwelle sei wichtig, um die Integration ohne Rechtsrisiken umzusetzen, erklärte er.

Schneider erteilte auch erneut aufkommenden Spekulationen über eine Erhöhung der Offerte von 22,50 Euro pro Aktie für das fränkische Unternehmen eine Absage. An der ursprünglichen Situation habe sich nichts geändert: "Weder liegt ein Gegenangebot vor noch hat es diesbezüglich Gerüchte gegeben, seit unser Angebot am 26. April veröffentlicht wurde", sagte Schneider. Fresenius habe daher bewusst eine Erhöhung der Offerte ausgeschlossen. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte am Vorabend eine Herabstufung der Bonitätsnote von Fresenius nicht ausgeschlossen. Als Begründung führten die S&P-Experten an, dass der Konzern möglicherweise am Ende einen deutlich höheren Preis für Rhön-Klinikum zahlen könnte als das aktuelle Gebot.

Das Unternehme spreche derzeit intensiv mit den Rhön-Kleinaktionären, die insgesamt etwas weniger als zehn Prozent hielten, um sie zum Verkauf zu bewegen, sagte Schneider. Hier seien Fortschritte zu verzeichnen. Bislang kann Fresenius nach Reuters-Berechnungen nur auf knapp 28 Prozent der Anteile bauen, nachdem große Aktionäre wie der schwedische Pensionsfonds Alecta und der US-Investor John Paulson ihre Verkaufsbereitschaft erklärt haben.

Bei öffentlichen Übernahmeangeboten ist es aber üblich, dass institutionelle Investoren ihre Papiere erst auf den letzten Drücker einreichen, da sie bis zuletzt auf eine Erhöhung spekulieren. An der Börse sind noch nicht alle Marktteilnehmer überzeugt, dass der Bad Homburger Konzern mit seinem Gebot erfolgreich sein wird: Die Rhön-Aktie notierte am Dienstag mit 21,45 Euro gut einen Euro unter der Offerte. Das Fresenius-Gebot entspricht einem Aufschlag von mehr als 50 Prozent auf den Kurs vor Bekanntwerden der Kaufpläne.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Fresenius kümmert sich intensiv um die Kleinaktionäre? Meint Herr Schneider damit das Brillenputztuch, das Fresenius letzte Wocher verschickt hat? Ich warte noch auf ein paar Antworten, die ich denen geschickt habe.

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