Gesundheitskonzerne: Fresenius stark, FMC schwächelt weiter

Gesundheitskonzerne
Fresenius stark, FMC schwächelt weiter

Die Schwesterkonzerne Fresenius und FMC entwickeln sich gegensätzlich. Während der Gewinn von Fresenius wächst, geht er bei FMC wieder zurück. Doch der Dialysespezialist kündigt eine kräftige Steigerung an.
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FrankfurtDer Übernahmehunger des Gesundheitskonzerns Fresenius ist nach dem milliardenschweren Kauf zahlreicher Rhön-Krankenhäuser noch nicht gestillt. „Wenn sich in unserem Kerngeschäft eine Gelegenheit auftut, dann werden wir uns nach allen Regeln der Kunst darum prügeln und sicherlich alles daran setzen, als Sieger vom Platz zu gehen“, sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider am Mittwoch im hessischen Bad Homburg. Auch dank der 2014 geschluckten Rhön-Krankenhäuser fuhr Fresenius im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn ein und rechnet im laufenden Jahr mit neuen Bestwerten bei Umsatz und Überschuss.

An weiteren Übernahmen interessiert ist Fresenius unter anderem im Geschäftsbereich Kabi, der auf klinische Ernährung und flüssige Nachahmermedikamente spezialisiert ist. Vorrang haben laut Schneider derzeit kleine und mittelgroße Zukäufe, da die Preise bei großen Pharma-Übernahmen zuletzt durch die Decke gingen. Aktuell sei nicht der beste Zeitpunkt, „sich in den Ring zu begeben und irgendwelche großen Übernahmen zu stemmen.“

Im vergangenen Jahr wollte Schneider dem Lebensmittelkonzern Danone Finanzkreisen zufolge seine Sparte mit medizinischer Ernährung abkaufen – zusammen mit den Finanzinvestoren PAI Partners und Permira.

Die Gespräche scheiterten allerdings und Danone erklärte im Dezember, die Sparte behalten zu wollen. „Neueres ist mir in der Sache nicht bekannt“, sagte Schneider. Banker setzen jedoch darauf, dass sich Danone, Fresenius und die beteiligten Finanzinvestoren irgendwann wieder an einen Tisch setzen.

In den USA hat kürzlich die rund 15 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Fresenius-Konkurrenten Hospira durch den Pharmariesen Pfizer für Aufsehen gesorgt. Experten erwarten, dass Hospira die Fresenius-Sparte Kabi dank des Netzwerks von Pfizer künftig vor allem in Wachstumsmärkten wie Asien oder Südamerika stärker unter Druck setzen kann. Fresenius beobachtet die Situation laut Schneider „sehr genau“, habe dank seiner starken Stellung in vielen Schwellenländern aber keine Angst. „Wir sehen uns gut gewappnet und fürchten keine Beeinträchtigung des Geschäfts.“

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