Gesundheitsreform belastet gesamte Optikerbranche
Fielmann weitet Marktanteil aus

Europas größte Optikerkette Fielmann hat nach dem Boomjahr 2003 im ersten Halbjahr dieses Jahres weniger umgesetzt und verdient als noch vor einem Jahr. Das Unternehmen sieht sich gleichwohl auf gutem Weg, seine Geschäftsziele zu erreichen.

HB FRANKFURT. Der Konzernumsatz ging in den ersten sechs Monaten um 8,3 Prozent zurück auf 326,3 Millionen Euro, wie Fielmann am Donnerstag mitteilte. Das Vorsteuergewinn fiel um 16,3 Prozent auf 38,2 Millionen Euro. Der Überschuss sank um 15,7 Prozent auf 24,1 Millionen Euro.

Analysten hatten für das erste Halbjahr im Durchschnitt mit einem Umsatz von 332,8 Millionen Euro, mit einem Vorsteuergewinn von 37,9 Millionen Euro und mit einem Überschuss von 23,9 Millionen Euro gerechnet.

Die Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres habe über den Erwartungen des Unternehmens gelegen, teilte Fielmann weiter mit. Für die zweite Jahreshälfte sagte Fielmann eine Geschäftsbelebung voraus. Das Unternehmen zeigte sich zuversichtlich, die geplanten Ergebnisse zu erreichen.

Während die übrige augenoptische Branche im Jahr der Gesundheitsreform bei Absatz und Umsatz zweistellige Rückgänge habe hinnehmen müssen, hat Fielmann nach eigenen Angaben seine Marktanteile ausgeweitet. Der Stückmarktanteil sei auf 52 % von 50 % im Gesamtjahr 2003 ausgedehnt worden, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Die übrige augenoptische Branche habe indes zweistellige Rückgänge hinnehmen müssen. Fielmann habe in den ersten sechs Monaten sechs Niederlassungen eröffnet und die Zahl der Geschäfte auf 517 gesteigert.

Fielmann hatte 2003 kräftig von vorgezogener Brillenkäufen auf Grund damals bevorstehender Kürzungen von Krankenkassenleistungen profitiert. Für das laufende Jahr hatte das Unternehmen bereits mit Einbußen gerechnet. Durch die Gesundheitsreform wurden ab 2004 Zuzahlungen für Brillen gestrichen.

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