Gesundheitsreform belastet
Schering bekräftigt Gewinnziel für 2004

Trotz Belastungen wegen der Gesundheitsreform in Deutschland und anderen Ländern bleibt der drittgrößte deutsche Pharmakonzern Schering an seinem Gewinnziel für 2004. Auf der Hauptversammlung in Berlin sagte Vorstandschef Hubertus Erlen, nach ersten Monaten des Jahres werde weiter ein Betriebsgewinn „oberhalb von 620 Millionen Euro“ erwartet.

HB BERLIN. Dies entspreche dem um Sondereffekte bereinigten Wert des Vorjahres. Damals war der Gewinn erstmals seit sieben Jahren gesunken - vor allem wegen des starken Euro. Zahlen zum 1. Quartal 2004 sollen erst am 26. April vorgelegt werden.

Nach dem „heftigen Gegenwind“ vor allem wegen starker Währungs- Schwankungen im vergangenen Jahr setze der Konzern weiter auf strikte Kostenkontrolle, sagte Erlen. Um die Ertragskraft zu stärken, werde derzeit ein „umfassendes Konzept“ erarbeitet, das bis zur Jahresmitte vorgestellt werden soll. Auf dem Prüfstand stünden dabei Projekte und Produkte, Kosten- und Organisationsstrukturen. Das Geschäft mit Kontrastmitteln stehe nicht zur Disposition, sagte der Vorstandschef. Es biete erhebliche Synergien mit anderen Bereichen und ermögliche, Schwankungen auszugleichen.

Beim Umsatz erwartet der Vorstand 2004 weiter ein Wachstum in lokalen Währungen im mittleren einstelligen Prozentbereich. In den USA soll sogar ein deutlich zweistelliges Plus erreicht werden. Hohe Erwartungen setzt Schering vor allem ins Geschäftsfeld Gynäkologie. Neben einer geringer dosierten Version der Pille „Yasmin“ seien insgesamt drei weitere Produkte in Zulassungsverfahren, acht Produkte seien in der letzten Phase der klinischen Entwicklung. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um vier Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zurückgegangen. Allein 450 Millionen Euro seien dabei durch Wechselkursveränderungen verloren gegangen.

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