Getränke-Riese
Coca-Cola verdient mehr als erwartet

Der Getränkeriese Coca-Cola hat im dritten Quartal seinen Absatz gesteigert. Auch der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 200 Millionen Dollar. Grund hierfür waren unter anderem Preiserhöhungen.
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Atlanta/DüsseldorfCoca-Cola hat im dritten Quartal mehr Erfrischungsgetränke verkauft und dank Preiserhöhungen dabei auch mehr verdient als im Vorjahr. Der Überschuss kletterte von 2 auf 2,2 Milliarden Dollar, wie der Getränkekonzern am Dienstag in Atlanta mitteilte. Der Umsatz legte um 45 Prozent auf 12,2 Milliarden US-Dollar zu. Dazu trugen neben Währungseffekten auch die Übernahme des Getränkeabfüllers CCE bei.

Ungebrochen stark war die Nachfrage aus Ländern wie Indien, Argentinien oder China. In Nord-Amerika hatte der Konzern in der zweiten Jahreshälfte mit Verweis auf die gestiegenen Rohstoffkosten die Preise für seine Produkte angehoben. Die Erwartungen der Analysten übertraf Coca-Cola leicht.

Im letzten Jahr verschaffte Coca-Cola seinen Eigentümern 11,8 Milliarden Dollar Nettogewinn, was ungefähr einem Drittel des Umsatzes entspricht. Der große Konkurrent Pepsi kam 2010 auf einen Gewinn von 2,0 Milliarden Dollar, vier Prozent mehr als 2009. Dabei war Pepsi ähnlich verfahren wie Coca-Cola: "Wir haben die Preise angepasst und dadurch zumindest teilweise die galoppierenden Rohstoffkosten aufgefangen", sagte Konzernchefin Indra Nooyi. "Gleichzeitig konnten wir die Nachfrage der Konsumenten nach unseren Produkten ankurbeln." Der Umsatz von Pepsi stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 17,6 Milliarden Dollar (12,8 Milliarden Euro).

Im September gab Coca-Cola bekannt, eine geplante Investition von 17 Millionen Euro in Südfrankreich auszusetzen. Damit reagierte das US-Unternehmen auf die von der französischen Regierung geplante Erhöhung der Steuer auf Softdrinks. 120 Millionen Euro sollen dadurch pro Jahr in die Staatskassen in Paris fließen. Den Coca-Cola-Konzern mit einem Marktanteil von etwa 50 Prozent in Frankreich dürfte das 40 bis 60 Millionen im Jahr kosten. Man warte mit der Investition auf die endgültige Entscheidung, hieß es bei Coca-Cola.

Frankreichs Wirtschafts- und Arbeitsminister empörten sich sofort über diese Drohung. "Ein Cent Steuer pro Dose bringt die Industrie nicht in Gefahr", hielt das Wirtschaftsministerium dagegen. Coca-Cola Europa ruderte zurück und sprach von einem "Kommunikationsfehler".

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