Getränkehersteller feilt am Portfolio und peilt erst 2006 wieder schwarze Zahlen an
Berentzen will beim Personal sparen

Die Berentzen-Gruppe AG hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Umsätze verloren und ein negatives Ergebnis erzielt.

ire DÜSSELDORF. Der Konzernumsatz ohne Berücksichtigung der Branntweinsteuer ging gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum von 94,8 auf auf 86,5 Mill. Euro zurück, das Vorsteuerergebnis lag bei minus 0,8 (Vorjahr: minus 0,6) Mill. Euro. Dies gab das börsennotierte Unternehmen gestern am Firmensitz im niedersächsischen Haselünne bekannt.

Nach Einführung der Strafsteuer von 85 Cent auf branntweinhaltige Mischgetränke (Alcopops) ab dem 2. August, geht das Unternehmen nicht mehr von nennenswerten Umsätzen mit der bisher sehr erfolgreichen Marke „Puschkin Vibe“ aus. Deshalb hat der Getränkehersteller sein Portfolio verändert und stellt vor allem seine neuen „Exotic“-Liköre in den Vordergrund. Damit verfüge man über die „nächste Getränkegeneration“, wie Vorstandssprecher Jan B. Berentzen gegenüber dem Handelsblatt erläuterte.

Außerdem will Berentzen das Markenartikelgeschäft forcieren und internationale Spirituosenspezialitäten wie Hine-Cognac oder Angostura- Rum besser platzieren. „Mit Massenware wie Korn kann man kein Geschäft mehr machen“, sagt Berentzen und weist auch auf die steigende Bedeutung des hauseigenen Weinhandels mit der australischen Marke „Yellow Tail“ hin.

Neben der neuen Portefolio-Ausrichtung plant Berentzen auch Perso- nal-Einsparungen in Verwaltung und Produktion, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Der Spirituosenhersteller rechnet bis 2005 mit weiteren negativen Ergebnissen. Die Gewinnzone wird erst wieder für das Jahr 2006 angepeilt.

Berentzen ging nicht darauf ein, welche konkreten Auswirkungen die Pläne zum Konzernumbau auf die 760 Mitarbeiter der Gruppe haben könnten. Die Unternehmensleitung will am morgigen Donnerstag den Betriebsrat über entsprechende Pläne informieren.

Die zuständige Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) wurde gestern von den Unternehmensplänen überrascht, hofft aber auf eine „sozialpartnerschaftliche Lösung“ der Personalprobleme.

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