Getränkehersteller
Pepsi: Alles aus eigenen Flaschen

Der US-Getränkehersteller Pepsico will seine zwei größten Abfüllbetriebe komplett übernehmen. Kostenpunkt: rund sechs Mrd. Dollar. Mit dem Kauf der nicht im Besitz des Coca-Cola-Rivalen befindlichen Aktien sollten künftig 80 Prozent des eigenen Getränkevertriebs in Nordamerika aus einer Hand stammen.

HB BANGALORE. Der US-Getränkekonzern Pepsico strebt die alleinige Kontrolle über seine beiden größten Abfüllbetriebe in Nordamerika an. Der weltweit zweitgrößte Hersteller nichtalkoholischer Getränke bietet den anderen Anteilseignern an Pepsi Bottling Group und Pepsi Americas insgesamt etwa sechs Mrd. Dollar für die Aktien, die er noch nicht selbst besitzt. Der Kaufpreis soll teils in bar, teils in Aktien entrichtet werden.

Für den größten Abfüllbetrieb, Pepsi Bottling, beläuft sich die Offerte auf 29,50 Dollar pro Aktie; bei Pepsi Americas auf 23,27 Dollar pro Aktie. Die Gebote liegen nach Pepsico-Angaben 17 Prozent über dem Schlusskurs der Aktien der beiden Abfüller am vergangenen Freitag. Mit der Übernahme der Abfüller hätte Pepsico die volle Kontrolle über 80 Prozent seines nordamerikanischen Getränkemarktes. In der Region ist das Absatzvolumen für Softdrinks rückläufig, und infolge steigender Rohstoffpreise sinkt auch die Rentabilität.

Pepsico erhofft sich von den beiden Akquisitionen eine Steigerung des jährlichen Vorsteuergewinns um mindestens 200 Mio. Dollar. Dies soll durch Kostensenkungen, eine stärkere Marktstellung und neue Einkommensströme erreicht werden. Der Erwerb der beiden Abfüllbetriebe dürfte, sobald die Kostenvorteile voll zum Tragen kommen, den Gewinn um mindestens 15 Cent pro Aktie steigern, schätzt Pepsico.

„Die Lage war schlimm und verlangte nach einer massiven Reaktion von Pepsico. Die Konzernleitung hat kühn reagiert und von Coke gelernt“, kommentierte Anthony Bucalo, Analyst bei Credit Suisse in London, die Übernahmepläne. Credit Suisse bewertet die Pepsico-Aktie mit der Empfehlung „neutral“.

Pepsico-Chefin Indra Nooyi erläuterte die Übernahmeofferten mit den Worten: „Indem wir unser Geschäftsmodell ändern, können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Wachstumschancen erheblich verbessern.“ Im letzten Jahrzehnt, sagte Nooyi weiter, habe sich das Umfeld, in dem das Unternehmen operiere, dramatisch verändert.

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