Getränkekonzern will weitere Firmen schlucken: König und Licher sind Bitburger nicht genug

Getränkekonzern will weitere Firmen schlucken
König und Licher sind Bitburger nicht genug

Der Durst des Eifeler Getränkekonzerns Bitburger ist mit der geplanten Übernahme von König Pilsener und Licher noch lange nicht gestillt, weitere Firmen sollen erworben werden.

HB DÜSSELDORF. Der Eifeler Getränkekonzern Bitburger will auch nach der geplanten Übernahme von König Pilsener und Licher weitere Firmen erwerben.

Vorzugsweise wolle die Privatbrauerei eine Weizenbiermarke übernehmen, sagte ein Firmensprecher und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Financial Times Deutschland. Sie müsse aber ins Portfolio, also in die Premium-Strategie des Unternehmens, passen. Gespräche mit potenziellen Übernahmekandidaten gebe es aber derzeit nicht.

Bitburger hatte am Dienstag angekündigt, die König-Brauerei GmbH sowie die Licher Privatbrauerei vom dänischen Brauereikonzern Carlsberg für 469 Mill. € zu kaufen. König und Licher passten ideal in das Premium-Markenkonzept von Bitburger, hieß es. Die Übernahme wäre die größte in der Firmengeschichte des 1817 gegründeten Familienunternehmens, zu dem inzwischen unter anderem Marken wie Köstrizer, Schultheis, Wernesgrüner und Gerolsteiner gehören.

Weizenbiere sind im Ursprung eine Spezialität des Freistaates Bayern. Doch erfreuen sich die obergärigen, mit Hefe erzeugten Biere wie Paulaner, Erdinger oder Schöfferhofer auch im Norden und Osten der Republik zunehmender Beliebtheit und Popularität.

Derzeit überrollt eine Konzentrationswelle den stark zersplitterten deutschen Biermarkt. Nach der Einkaufstour der belgischen Interbrew in den vergangenen drei Jahren, die durch den Erwerb von Diebels, Beck's, Gilde/Hasseröder und Münchener Spaten zum Marktführer in Deutschland wurde, kündigte am Dienstag die dänische Carlsberg die Übernahme der Hamburger Holsten-Brauerei an.

Nach dem angestrebten Kauf von 75 % an dem Traditionsunternehmen sollen die Bier-Marken König und Licher an Bitburger veräußert werden. Auch der selber zum Verkauf stehende Dormunder Getränkekonzern Brau und Brunnen sieht sich weiter auf dem Markt um. Vorstandschef Michael Hollmann kündigte jüngst zwei bis drei größere Akquisitionen an. Ein Konzernsprecher erklärte dazu, es werde sicherlich nicht mehr all zu lange dauern, bis man einen Abschluss bekannt geben könne.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%