Getränkemarkt
Inbev will angeblich Riesenbrauer schmieden

Der belgische Brauereikonzern InBev erwägt Kreisen zufolge ein milliardenschweres Übernahmeangebot für den US-Rivalen Anheuser-Busch und könnte damit die Konsolidierung der Branche weiter vorantreiben. An den Börsen stießen die Pläne auf Zustimmung.

HB LONDON/PHILADELPHIA. Ob InBev tatsächlich eine Offerte für den Budweiser-Hersteller vorlegen werde, sei allerdings noch nicht entschieden, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Freitag. Die "Financial Times" berichtete in einem Blog auf ihrer Internetseite von Plänen für ein Angebot von rund 46 Mrd. Dollar (knapp 30 Mrd. Euro) und berief sich dabei auf nicht näher bezeichnete Kreise.

Nach Angaben der Zeitung hat der belgische Beck's-Brauer mit Hilfe der Banken JPMorgan und Santander ein provisorisches Finanzierungspaket über 50 Mrd. Dollar zusammengestellt. Der Plan sei zudem am Donnerstag bereits zum zweiten Mal binnen eines Monats Thema im Direktorium des belgischen Brauhauses gewesen. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab.

An den Börsen stießen die Pläne auf Zustimmung. "Es gibt gute Gründe für eine Übernahme, und wir warten seit längerem darauf, dass es passiert", sagte der auf den Getränkemarkt spezialisierte Analyst Jan Meijer von Theodoor Gilissen in Amsterdam. Anheuser-Busch-Aktien legten im Verlauf um 6,7 Prozent auf 56,12 Dollar zu, InBev-Titel fielen um 2,9 Prozent. Die berichtete Kaufsumme legt einen Aktienkurs von 65 Dollar zugrunde.

InBev wurde als größter Bierbrauer im vergangenen Jahr von SAB Miller abgelöst. Auch die Konkurrenten Heineken und Carlsberg haben sich durch den gemeinsamen Kauf von Scottish and Newcastle verstärkt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%