Getränkemarkt
Oldie-Limo und Tanten-Bier

Coca-Cola, Krombacher, Jack Daniels - mit großen Markennamen konnte die Getränke-Industrie lange Zeit gutes Geld verdienen. Doch weil die klassischen Getränke-Marken in der Krise schwächeln, müssen Neuschöpfungen die Verluste der Klassiker kompensieren.

HAMBURG. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewinnen Innovationen für die Getränke-Industrie enorm an Bedeutung. In der Verbrauchergunst tummeln sich zwar seit Jahren schwergewichtige Marken wie Gerolsteiner, Apollinaris, Staatl. Fachingen, Coca-Cola, Krombacher, Holsten, Ramazzotti oder Jack Daniels auf den vorderen Plätzen. Doch reicht deren Markenkraft allein nicht aus, um durch das tiefe Tal der Tränen zu kommen, das den Getränke-Herstellern in der derzeitigen Wirtschaftskrise noch droht. So profitierten von der Krise bisher allein die Discounter, die ihren Marktanteil in Deutschland mit Billigwässern auf über 50 Prozent trieben.

„Innovationen weisen auch in Krisenzeiten zweistellige Zuwachsraten auf und kompensieren so die Verluste, die im klassischen Bereich entstehen können“, berichtete Heinz Breuer, Vorstandssprecher der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG (Minag) während des Round-Table-Gesprächs anlässlich der Fachmesse Internorga in Hamburg. Die Hamburg Messe und Congress (HMC) und das Handelsblatt hatten führende Vertreter der Getränkebranche eingeladen, um über das Thema „Mit Innovationen erfolgreich aus der Krise“ zu diskutieren und die jeweils eigene Innovationsstrategie vorzustellen.

„Wir hätten die neue Erwachsenen-Limonade ’Spirit of Georgia’ auch auf den Markt gebracht, wenn wir gewusst hätten, welche Krise auf uns zukommt“, sagt Thomas Gries, Marketing-Chef bei Coca-Cola in Deutschland. Denn das wichtigste bei dem Versuch, eine Krise zu meistern, sei eine Vielzahl starker Marken, die den Konsumenten die notwendige Sicherheit böten, so Gries.

Spirit of Georgia ist nach Unternehmensangaben eine Neuentwicklung für die Zielgruppe der Über-30-Jährigen in Deutschland, die sich ein Freizeitgetränk wünscht, das geringer gesüßt und mit weniger Kohlensäure angereichert ist als herkömmliche Produkte. Mit einer Markenbekanntheit von über 30 Prozent in nur sechs Monaten nach Markteinführung sei man schon auf einem „guten Weg“, berichtet Gries, der mit konkreten Marktdaten – wie von dem US-Getränkeriesen gewohnt – sehr sparsam ist.

Bekannt ist, dass Coca-Cola in Deutschland mehrere Millionen Euro in rund acht Millionen Drittelliter-Mehrwegflaschen investiert hat und Georgia inzwischen auch in Pet-Kunststoffflaschen anbietet. Nach der Übernahme der Mineralwassermarke Apollinaris macht der Getränkemulti in Deutschland auch im Wassersegment Druck und steigerte seinen Wasserabsatz im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent auf 385 Millionen Liter.

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