Getränkesparte
Cadbury Schweppes schwenkt um und will an die Börse

Spektakuläre Wende: Der weltgrößte Süßwarenkonzern Cadbury Schweppes will seine Getränkesparte in Nordamerika nun doch nicht verkaufen. Angesichts ungünstiger Verkaufsaussichten plant das britische Unternehmen den Bereich vielmehr abzuspalten und in New York an die Börse zu bringen. Für die Beschäftigten ist das kein Grund zum Jubel.

HB LONDON. Wie Cadbury am Mittwoch mitteilte, werden im Zuge der Umstrukturierung 470 Arbeitsplätze gestrichen. Den Angaben zufolge tritt zudem der Chef der Getränkesparte Gil Cassagne aus persönlichen Gründen zurück. Nachfolger werde der bislang für die Abfüllung verantwortliche Manager Larry Young.

Cadbury hatte im März angekündigt, seine Getränkesparte zum Verkauf zu stellen. Bis zuletzt schien ein Geschäft mit Beteiligungsgesellschaften am wahrscheinlichsten. Unter anderem hatte sich ein Konsortium um die US-Finanzinvestor Blackstone interessiert gezeigt.

Die nun geplante Abspaltung wird laut Konzernangaben voraussichtlich nicht vor dem zweiten Quartal kommenden Jahres abgeschlossen sein, da zahlreiche Genehmigungen nötig sind.

Im abgelaufenen dritten Quartal verzeichnete Cadbury ein Umsatzwachstum von zehn Prozent in der Süßwarensparte. Für die ersten neun Monate ergibt sich damit ein Anstieg von sieben Prozent. Ein erwarteter Anstieg der Rohstoffkosten hoffe der Konzern durch eine Erhöhung der Preise auszugleichen, erklärten die Briten. Die Cadbury-Aktie notierte am Vormittag in London gut zwei Prozent höher.

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