Getriebeprobleme
Chinas Staats-TV kritisiert VW

Vor zwei Jahren hat Chinas Staatsfernsehen über Getriebeprobleme bei Volkswagen-Fahrzeugen berichtet. Daraufhin kam es zu einem Rückruf. Nun gerät der Autobauer erneut ins Visier der Verbraucherschützer.
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PekingVolkswagen gerät in China erneut ins Visier von Verbraucherschützern. Das Staatsfernsehen strahlte am Mittwoch einen Bericht über angebliche Qualitätsmängel aus. Der VW-Kundendienst sowie Händler hätten Beschwerden über Motorlecks ignoriert, aus denen Öl auslaufen könne, kritisierte der Sender CCTV.

Unabhängige Experten hätten vor Brandgefahren gewarnt. Der Chef der Verbraucherschutzorganisation MingJian, James Feldkamp, nannte es plausibel, dass VWs Probleme mit undichten Stellen in Motoren weiter verbreitet seien als bekannt. Eine Konzernsprecherin erklärte dazu: „Wir nehmen solche Berichte sehr ernst und haben bereits eine Untersuchung in der Angelegenheit eingeleitet.“

In einer CCTV-Sendung am Sonntag waren schon andere Vorwürfe gegen VW sowie Nissan und die Daimler-Tochter Mercedes-Benz laut geworden. Demnach sollen Händler der drei Unternehmen Kunden viele unnötige Reparaturen und Autoteile angedreht haben. 2013 hatte CCTV über Getriebeprobleme bei VW-Fahrzeugen berichtet, die zu ungewollten Beschleunigungen oder Tempodrosselungen führten. Daraufhin kam es zu einem Rückruf.

Kritische Fernsehberichte in China können für ausländische Konzerne unangenehme Folgen bis hin zu Absatzeinbußen haben. CCTV hatte bereits Branchenriesen wie McDonald's, Apple und Starbucks aufs Korn genommen.

China ist der größte Automarkt der Welt. Dank seiner Joint-Venture-Partner SAIC Motor und FAW Group erzielte VW dort 2014 den höchsten Absatz aller Autobauer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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