Gewässer verseucht?
Millionenklage gegen Mischkonzern 3M

Der amerikanische Konzern 3M ist in das Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Der Verdacht: Das Unternehmen soll jahrzehntelang öffentliche Gewässer mit schädlichen Chemikalien verseucht haben. Das Unternehmen hat offenbar schon 117 Millionen Euro Rückstellungen gebildet.
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HB CHICAGO. Der US-Bundesstaat Minnesota hat den Mischkonzern 3M verklagt, weil das Unternehmen jahrzehntelang öffentliche Gewässer mit Chemikalien verseucht haben soll. 3M habe sogenannte Perfluorcarbone (PFC), die der Konzern bei der Herstellung von Farben, Feuerschutzmitteln und anderen Produkten verwendet, in den Mississippi fließen lassen und im Boden vergraben, heißt es in der Anklage vom Donnerstag.

Als einer der größten Arbeitgeber in Minnesota verarbeitete 3M dort seit den 1950er Jahren PFC. 2002 hatte das Unternehmen nach Verhandlungen mit der US-Umweltschutzagentur die Produktion gestoppt. Die Behörde sagt der Chemikalie ernsthafte Risiken für die Gesundheit der Menschen und für die Umwelt nach. Die Generalstaatsanwältin Lori Swanson sagte, dass 3M bereits 117 Millionen Dollar für eine mögliche Anklage wegen der Chemieabfälle beiseite gelegt habe.

Eine Studie des Gesundheitsministeriums von Minnesota hat einen positiven Zusammenhang zwischen 3M-Mitarbeitern und einigen schweren Krankheiten wie Prostatakrebs und Diabetes hergestellt. Auch bei Tierversuchen seien einige PFC-Chemikalien mit Krebskrankheiten in Verbindung gebracht worden.

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