Gewerkschaft fordert 3,5 Prozent mehr Lohn
IG Metall sieht sich durch Warnstreiks gestärkt

Die IG Metall hofft in der vierten Tarifrunde der Textilbranche auf eine Einigung. Für Lohnkürzungen sieht die Gewerkschaft aber keinerlei Spielraum.

HB BERLIN. Die IG Metall hat den «festen Willen» zu einer Einigung im Tarifkonflikt der Textil- und Bekleidungsindustrie bekräftigt. Verhandlungsführer Peter Donath sagte am Sonntag in Frankfurt am Main, wenn die Arbeitgeber sachorientiert verhandelten, gebe es Chancen für eine gemeinsame Lösung.

Die Verhandlungen für die rund 150.000 Beschäftigten der Branche gehen am morgigen Montag in Niedernhausen bei Wiesbaden in die vierte Runde. Donath erteilte Lohnkürzungen eine klare Absage. «Bei einem tariflichen Stundenlohn von 9,14 Euro kommt eine Näherin gerade einmal auf 1000 Euro netto im Monat, da ist für Lohnopfer, wie sie den Arbeitgebern vorschweben, einfach keine Luft», sagte der Verdi-Verhandlungsführer.

Die Verhandlungen waren nach der dritten Runde am 20. September ohne Annäherung geblieben. Die IG Metall verlangt Einkommenserhöhungen um 3,5 Prozent. Seit Ablauf der Friedenspflicht vor etwa einer Woche haben sich laut der Gewerkschaft 20.000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.

Durch die Aktionen sieht Donath die IG Metall gestärkt in die Verhandlungen gehen. Die Warnstreiks sollen so lange fortgesetzt werden, bis die Arbeitgeber ein konkretes Angebot vorlegen. Donath forderte die Arbeitgeberseite zugleich zu einem gemeinsamen Gestalten des Wandels in der Textil- und Bekleidungsindustrie auf. Dazu sei ein modernes Tarifsystem und eine stärkere Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten notwendig.

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